Konzerthaus in der Hafencity : Ole von Beust vor dem Elbphilharmonie-Ausschuss

Hamburgs ehemaliger Bürgermeister von Beust soll vor dem Untesuchungsausschuss zur Elbphilharmonie aussagen.

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02. Februar 2012, 08:46 Uhr

Hamburg | "Punkt 3: Vernehmung des Zeugen Ole von Beust." Im Chaos um die Hamburger Elbphilharmonie und auf der Suche nach Schuldigen für das Desaster hat nun der prominenteste Zeuge das Wort. Von Beust (CDU) war von 2001 bis 2010 Bürgermeister der Stadt - die Elbphilharmonie galt als sein Lieblingsprojekt. Heute soll der 55-Jährige vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA) aussagen, der Verzögerungen, Kostensteigerungen und Abstimmungsprobleme bei dem Millionen-Projekt aufklären will. Ausgerechnet in den Festsaal des Rathauses zieht der PUA für seine 14. Sitzung um - ein schwerer Gang für von Beust.
Seit 2007 wird das Konzerthaus in der Hafencity gebaut. Ursprünglich sollte es 2010 eröffnet werden. Als möglicher Übergabetermin wurde zuletzt November 2014 genannt. Wie viel der Steuerzahler letztendlich bezahlen wird, ist noch offen. Zunächst sollten es 77 Millionen Euro sein. Zuletzt lag der öffentliche Anteil bei mindestens 323 Millionen.
Es ist vor allem Hamburgs ehemaliger Bürgermeister von Beust, den die inzwischen in der Hansestadt regierende SPD für die Fehlentwicklungen bei der Elbphilharmonie verantwortlich macht. Die Vorwürfe: Trotz massiver Bedenken und ohne konkrete Planungen wurde der Bauauftrag Ende 2006 erteilt. Die nächsten Wahlen für von Beust standen 2008 an - vorher wollte man das Richtfest noch feiern.

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