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Nordkirche will keine Homosexuellen trauen

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Schwerin | Homosexuelle Paare können in der Nordkirche höchstens mit einem Segen rechnen. Eine kirchliche Trauung gleichgeschlechtlicher Paare sei nicht möglich, wie ein Sprecher der Nordkirche gestern sagte. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau hatte am Wochenende in Seligenstadt die Segnung eines homosexuellen Paares in einer Form vorgenommen, die einer klassischen Trauung praktisch gleichzusetzen ist. Das stieß beim evangelischen Ökumene-Bischof Friedrich Weber auf Kritik. Der Vorgang belaste die Beziehung zu den Katholiken, sagte der Braunschweiger Bischof. Die Ehe zwischen Mann und Frau müsse deutlich als etwas anderes erkennbar bleiben. Innerhalb der Nordkirche ist die Segenshandlung für gleichgeschlechtliche Paare unterschiedlich geregelt. Hintergrund ist der Zusammenschluss der Landeskirchen in Norddeutschland 2012. Bis zu einer einheitlichen Fassung gelten bisherige Regelungen der Kirchen weiter. Für Schleswig-Holstein und Hamburg gilt eine Empfehlung der nordelbischen Synode aus dem Jahr 2000, wonach die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare im Gottesdienst möglich ist. Das soll aber eine Ausnahme bleiben. Die Segnung muss so gestaltet sein, dass sie nicht mit einer Trauung zu verwechseln ist. In Mecklenburg und Vorpommern ist die Segnung nur "in der seelsorgerlichen Begleitung" möglich.

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erstellt am 13.Aug.2013 | 03:59 Uhr

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