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Nobel-Herbergen von der Speicherstadt bis zum Hauptbahnhof

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nun also die Speicherstadt. Im kommenden Monat eröffnet in dem historischen Hamburger Lagerhausviertel erstmals ein Hotel. Die Ameron-Kette hat die alte Kaffeebörse am Sandtorkai in eine Vier-Sterne-Herberge umbauen und erweitern lassen. 384 Betten stehen Besuchern künftig direkt am Brooktorfleet zur Verfügung – hamburgischer geht’s kaum. Ein Hotel in einem der malerischen Backsteinkontore – lange Zeit schien das undenkbar. Doch der Bau der angrenzenden HafenCity, vor allem aber der schier unentwegte Touristenzustrom haben Stadtplaner und Denkmalschützer umdenken lassen. Denn die Zahl der Hamburg-Gäste hat sich binnen eines Jahrzehnts verdoppelt – und sie wollen alle ein Dach über dem Kopf. Als Folge erlebt die Hansestadt einen nie dagewesenen Hotelboom. Die Spanne der Neulinge reicht von der Low-Budget-Bleibe bis zum Luxushaus. Hamburgs Tourismuschef Dietrich von Albedyll: „Bis Ende 2016 werden 18 neue Hotels mit zusammen 7500 Betten eröffnet.“ Derzeit gibt es knapp 56 000 Hotelbetten an der Elbe.

Die hohe Nachfrage nach Übernachtungsmöglichkeiten in der Stadt zeigt sich in Hamburgs Spitzenplatz bei der Auslastung. Fast 76 Prozent der Hotelzimmer sind durchschnittlich belegt – Platz eins in Deutschland vor München (73 Prozent). Entsprechend steigt auch der durchschnittliche Zimmerpreis stetig an und ist bei aktuell 103,40 Euro im dreistelligen Bereich angekommen.

Schon in ersten Halbjahr dieses Jahres hat es fünf Neueröffnungen auf dem Hamburger Hotelmarkt gegeben. Darunter das „Budget Design“ Prizeotel (216 Zimmer) in Hammerbrook. Bis Jahresende werden es weitere fünf Häuser sein. Außer dem Ameron Speicherstadt gehören dazu zwei Hotels der Ibis-Gruppe am Hühnerposten (Hauptbahnhof) mit zusammen 450 Betten sowie zwei Neubauten an prominenten Standorten: Das Citadines (120 Zimmer) entsteht in der Nähe des Michel, das Inter City Hotel Dammtor (275 Zimmer) direkt auf dem Messegelände.

2015 erwartet die Tourismuszentrale nochmals acht Neueröffnungen, allein vier davon in der HafenCity. Doch auch abseits des Stadtzentrums reifen Projekte heran. So will das Sportlife Hotel Othmarschen (276 Zimmer) Mitte 2015 an der Autobahn 7 seine ersten Gäste empfangen.

Richtig luxuriös dürfte es 2016 werden. Mitte des Jahres will Milliardär Klaus-Michael Kühne seine Fünf-Sterne-Plus-Herberge The Fontenay (130 Suiten) an der Außenalster eröffnen, die er zum „besten Hotel Deutschlands“ machen will. In einer ähnlichen Liga könnte das noch namenlose Objekt in der ehemaligen Oberfinanzdirektion am Rödingsmarkt spielen. Angeblich sind mehrere Betreiber internationaler Luxushotels an dem Standort interessiert. Und in jenem Jahr könnte schließlich auch das Westin endlich seine Pforten öffnen. Das Haus der obersten Kategorie ist in der Elbphilharmonie angesiedelt, die nun im Herbst 2016 fertiggestellt sein soll.


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erstellt am 22.Aug.2014 | 13:17 Uhr

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