Angriff auf Reh : Nena und ihr Hund: Gassi gehen nur mit Führerschein

Strafe für die Sängerin: Nach einer Attacke auf ein Reh müssen Nena und ihr Dobermann die Schulbank drücken.

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12. Juni 2015, 10:31 Uhr

Hamburg | Zweimal sollen Hunde der Sängerin Nena Rehe gehetzt, eines sogar getötet haben. Die Staatsanwaltschaft hat jetzt zwar die Strafverfahren eingestellt, das Bezirksamt Hamburg-Wandsbek hat der 55-Jährigen dennoch eine schmerzhafte Auflage gemacht: Nena darf nicht mehr mit ihrer Dobermann-Hündin „Ella“ spazieren gehen. Wenn diese Anordnung aufgehoben werden solle, müsse die Sängerin aktiv werden, sagte die Sprecherin des Bezirksamtes, Lena Voß. Sollte ein Hundetrainer „Ella“ „Fortschritte im Gehorsam und in der Leinenführung“ attestieren, könne die Behörde das Verbot überprüfen.

Anfang Februar war bekannt geworden, dass die Polizei gegen die Sängerin ermittelt. Zeugen hätten Hinweise darauf gegeben, dass Nenas Dobermann ein junges Reh totgebissen haben soll. In dem Waldgebiet in Hamburg-Rahlstedt, in dessen Nähe die Sängerin wohnt, gibt es offenbar an mehreren Stellen Hinweistafeln des Forstamtes Hamburg, auf denen darauf hingewiesen wird, dass Hunde „unbedingt anzuleinen“ sind. Daran hatte sich Nena laut Polizeiangeben nicht gehalten.

In Schleswig-Holstein reagiert sogar die Politik auf Vorfälle wie diesen. Die Landespolitiker wollen sich mit der Qualität von Hundeschulen im Land auseinandersetzen.

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