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Hamburg : „Mopo“-Brandstifter zündelten vorher in Schule

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Neue Erkenntnisse nach dem Anschlag auf die Hamburger Morgenpost: Ein Gullydeckel könnte eine heiße Spur sein.

Hamburg | Die Täter, die in der Nacht zum 11. Januar einen Brandsatz in einen Kellerraum der „Hamburger Morgenpost“ warfen, haben nach Erkenntnissen der Polizei in der Nacht davor schon versucht, ein Feuer in einer nahen Schule zu legen. Darauf wiesen laut Polizei erste Ergebnisse der Spurenauswertung, insbesondere die Bauweise der Brandsätze, das sehr spezifische Täterverhalten und die zurückgelassenen Gegenstände hin.

Die „Mopo“ hatte nach dem Terroranschlag in Paris islamkritische Karikaturen des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ auf ihrer Titelseite mit der Schlagzeile nachgedruckt: „So viel Freiheit muss sein!“. Daraufhin hatte sie nach eigenen Angaben Drohungen und Hass-Mails bekommen. Dann folgte der Brandanschlag. Diverse Akten und Unterlagen fingen Feuer. Die Feuerwehr konnte eine Ausbreitung der Flammen aber verhindern. An der Schule hingegen entstand nur leichter Schaden.

 

Die Ermittlungen übernahm eine Sonderkommission beim Staatsschutz mit rund 30 Mitarbeitern. Die Beamten kamen zu dem Schluss, dass es sich um regional agierende Täter handeln dürfte. Weitere Hinweise verspricht sich die Polizei von den ausstehenden kriminaltechnischen Untersuchungen etwa von DNA-Proben.

Bei der „Mopo“ ließen die Täter einen Gullydeckel zurück, mit dem sie ein Fenster eingeschlagen hatten. Die Ermittler hoffen, dass sie von Zeugen Hinweise zur Herkunft des Gullydeckels bekommen. Er könne etwa aus einem Park, einer Kleingartenanlage oder von einem Friedhof stammen. Wer verdächtige Fahrzeuge oder Personen beobachtet hat oder gar weiß, dass sich jemand zu den Taten bekannt hat, möge sich beim Landeskriminalamt melden.

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erstellt am 17.Feb.2015 | 16:33 Uhr

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