Höhenkontrolle missachtet : Mit Segelboot durch Elbtunnel - Hoher Schaden

Die beschädigte Röhre des Elbtunnels wurde nach der Durchfahrt des Segelboot-Transporters gesperrt. Foto: dpa
Die beschädigte Röhre des Elbtunnels wurde nach der Durchfahrt des Segelboot-Transporters gesperrt. Foto: dpa

Sein Segelmast löste die Höhenkontrolle aus, doch er fuhr unbeirrt weiter: Ein Lastwagenfahrer hat mit seinem geladenen Boot die Tunneldecke "rasiert".

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19. August 2011, 10:40 Uhr

Mit einem zu großen Segelboot auf einem Sattelzug hat ein 53-Jähriger Lastwagenfahrer beim Durchqueren des Hamburger Elbtunnels einen Schaden von mehr als 100.000 Euro an dem Bauwerk angerichtet. Der Mann wollte das Schiff am Mittwoch über die Autobahn 7 gen Norden transportieren, teilte die Polizei mit. Obwohl er am Mittwoch mit seinem 4,58 Metern hoch beladenen Lkw die automatische Höhenkontrolle auslöste und damit die Zufahrt in den lediglich 4,40 Meter hohen Tunnel sperrte, fuhr er unbeirrt weiter.
Mit dem Boot "rasierte" er die Tunneldecke, so dass hinter ihm Kabel und Signalgeber zu Boden stürzten. Erst 22 Kilometer später in Höhe der Anschlussstelle Holmmoor konnte der 53-Jährige gestoppt werden. Er behauptete, von dem Unfall nichts bemerkt zu haben. Die rechte Spur der Elbtunnel-Röhre 1 musste während der Bergungs- und Aufräumarbeiten gesperrt werden. Dadurch staute sich am Mittwoch der abendliche Berufsverkehr auf bis zu 14 Kilometer Länge.
Der 1975 eröffnete Elbtunnel wird täglich von rund 120.000 Autos genutzt. Mit mehr drei Kilometern Gesamtlänge zählt er zu den längsten Unterwasser-Straßentunnel der Welt.

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