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Anklage: Totschlag : Messerstiche auf Mutter - Prozess beginnt

vom

Mit einem Taschenmesser soll ein Mann aus Hamburg 18 Mal auf seine Mutter eingestochen haben. Laut Anklage fühlte er sich bei einem Gespräch "verspottet".

shz.de von
erstellt am 01.Aug.2013 | 08:09 Uhr

Hamburg | Ein 30-Jähriger steht seit Dienstag in Hamburg vor Gericht, weil er seine Mutter mit 18 Messerstichen getötet haben soll. Er habe das 51 Jahre alte Opfer für seine als unerträglich empfundene psychische Situation verantwortlich gemacht, sagte der Vertreter der Staatsanwaltschaft beim Prozessauftakt. Der Angeklagte muss sich wegen Totschlags vor dem Landgericht verantworten.
Laut Anklage hatte der Mann den Entschluss gefasst, seine Mutter zu töten und sich dann selbst umzubringen. Mitte Februar habe er die 51-Jährige in ihrer Wohnung im Stadtteil St. Georg zur Rede gestellt und ihr einen Abschiedsbrief gezeigt, den er zuvor geschrieben habe, sagte der Staatsanwalt. Als er sich bei dem Gespräch "verspottet" gefühlt habe, habe er mit einem Taschenmesser auf sie eingestochen.
Der Angeklagte will am nächsten Verhandlungstag an diesem Freitag (2. August) Angaben machen - weil erst dann der psychiatrische Gutachter im Gerichtssaal ist. Der Sachverständige war beim Prozessauftakt verhindert. Der 30-Jährige leidet nach Darstellung der Staatsanwaltschaft an einer starken Depression. Sein Verteidiger erklärte am Rande des Prozesses, aus dem vorläufigen psychiatrischen Gutachten gehe hervor, dass er bei der Tat nur vermindert steuerungsfähig gewesen sei. Seit dem tödlichen Messerangriff sitzt er in Untersuchungshaft.

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