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Flughafen : Mehr Maschinen, mehr Flüge: Easyjet wertet Hamburg auf

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Drei neue Maschinen, 15 neue Verbindungen und doppelt so viele Passagiere: Diese großen Pläne hat der Billigflieger Easyjet für den Hamburger Flughafen.

shz.de von
erstellt am 25.Sep.2013 | 15:53 Uhr

Hamburg | Der Billigflieger EasyJet will den Standort Hamburg in seinem Flugnetz erheblich aufwerten. Ab dem kommenden Frühjahr werden zwei Airbus A319 in der Hansestadt stationiert, im Sommer ein dritter, teilte EasyJet-Chefin Carolyn McCall am Mittwoch in der Hansestadt mit. Hamburg werde die 23. Basis im europäischen Netzwerk der Fluglinie. Damit verbunden seien 15 neue Verbindungen ab Hamburg. Bislang fliegt EasyJet von Hamburg nur sechs Ziele an, künftig 21. Bei 170 Flügen pro Woche ab Sommer soll sich die Zahl der Passagiere auf mehr als eine Million verdoppeln. Zudem entstehen rund 100 neue Stellen für Flugbegleiter und Piloten.

„Das ist eine Investition mit großem Potenzial in einer der dynamischsten und wirtschaftsstärksten Regionen Deutschlands“, sagte McCall. EasyJet investiere bereits seit Beginn des Flugbetriebs 2005 regelmäßig in den Ausbau seiner Hamburger Kapazitäten. Allein in den vergangenen zwölf Monaten (Stand August) habe sich die Zahl der Passagiere um 14,5 Prozent auf 525 000 erhöht. Am Hamburger Flughafen sei EasyJet mit einem Marktanteil von 3,8 Prozent bislang die viertgrößte Airline, im nächsten Sommer werde sich der Anteil auf zehn Prozent erhöhen.

Bislang hatte die britische Airline ihre einzige deutsche Basis auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld, wo sie mit einem Anteil von mehr als 62 Prozent der dominierende Anbieter ist. Dort fliegen etwa acht Mal so viele Passagiere wie in Hamburg. Auch die Berliner Basis erhalte ein weiteres Flugzeug, das zusätzliche Frequenzen auf wichtigen Strecken anbieten soll. Damit steige die Kapazität um 130 000 Sitze im ersten Betriebsjahr.

Erst im vergangenen Jahr hatte der angeschlagene EasyJet-Konkurrent Air Berlin seine Präsenz in Hamburg deutlich reduziert. Damit gingen dem Flughafen rund 500 000 potenzielle Passagiere verloren, die nun durch EasyJet wieder ausgeglichen werden könnten. „Dieser Schritt ist in vielerlei Hinsicht eine gute Nachricht für unseren Flughafen, unsere Stadt und die Menschen in ganz Norddeutschland“, sagte Flughafen-Chef Michael Eggenschwiler.

Nicht nur hätten die Reisenden aus der Region ein größeres Streckennetz zur Verfügung, sondern Hamburg werde auch für Menschen in ganz Europa leichter erreichbar.

EasyJet präsentierte die Pläne für Hamburg im Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder, mit dem die Airline eine enge Partnerschaft verbindet. Die mehr als 200 Jets umfassende Flotte der Airline besteht ausschließlich aus Airbus-Modellen; seit 2003 wurden mehr als 236 Flugzeuge an EasyJet ausgeliefert. Weitere 135 Maschinen sind bestellt.

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