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Nadelöhr Hafen : Logistikbranche ächzt unter Hamburgs Stau

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Täglich Stau auf der Köhlbrandbrücke wegen Asphaltierungsarbeiten. Im Hafen werden deshalb neue Parkplätze gebaut.

shz.de von
erstellt am 14.Apr.2014 | 10:02 Uhr

Hamburg | Lastwagenfahrer im Großraum Hamburg müssen derzeit viel Geduld haben: Stundenlang müssen sie vielerorts im Stau stehen. Allein am Elbtunnel wird noch bis Mitte Juli immer wieder in den Röhren saniert. Auf der Köhlbrandbrücke stehen die Lastwagen dicht an dicht, weil in beiden Fahrtrichtungen wegen Asphaltarbeiten nur je eine Spur befahrbar ist – betroffen sind täglich rund 12.000 Lkw-Fahrer. Der Kostendruck ist hoch. Daher haben Fuhrunternehmen Schreiben an ihre Kunden versandt und um Verständnis für eine „Traffic-Congestion-Surcharge“ gebeten – nach 30 Minuten Warten soll es seinen Standzuschlag geben.

Die Bremerhavener Glomb Container Dienst GmbH erklärte in einem Newsletter: „Unsere Fahrzeuge und die unzähliger anderer Marktteilnehmer verbringen derzeit Stunde um Stunde mit Wartezeiten im Hamburger Hafen. Pünktliche Gestellungen von Containern verkommen nahezu zum Glücksspiel bzw. sind gänzlich unmöglich.“ Die Container-Fachgruppe verwies darauf, dass die Spediteure auf unzumutbaren Kosten hängen blieben.

Christian Schuldt, Leiter Logistik des Zementproduzenten Holcim (Deutschland) AG, sorgt sich um die taktgerechten Einsatzpläne: „Einige unserer Kunden leben von einer pünktlichen Versorgung, die kann ich nicht immer gewährleisten. Statt drei Touren vom Norden in den Süden von Hamburg, schaffen die Fahrer nur noch zwei Touren innerhalb ihrer Lenkzeiten, und durch das Stehen im Stau werden die Fahrten zehn bis 20 Prozent teurer.“ Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat reagiert und baut zusätzliche Parkplätze am Container-Terminal Burchardkai früher als geplant. Und noch eine gute Nachricht: Bis zum 10. Mai sind immerhin wieder alle vier Röhren des Elbtunnels befahrbar. Dann startet die nächste Bauphase.

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