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Halstenbek : Linienbus fährt in Wohnhaus

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ungebremst in eine Doppelhaushälfte: Bei einem Busunfall am Samstag sind acht Menschen verletzt worden.

Halstenbek | Bei einem Busunglück in Halstenbek im Kreis Pinneberg sind am Sonnabendabend acht Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Der Busfahrer wurde hinter dem Steuer des Linienbusses eingeklemmt und musste von der Freiwilligen Feuerwehr befreit werden.

Der Bus der Linie 185 war gegen 20 Uhr auf dem Schnelsener Weg in Richtung Lurup unterwegs, als er an der Einmündung zur Altonaer Straße aus bislang noch ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abkam. Nachdem er auf der gegenüberliegenden Straßenseite zunächst einen hölzernen Carport zum Einsturz gebracht hatte, fuhr er in die Wand einer Doppelhaushälfte.

Durch den Aufprall wurde der 52 Jahre alte Fahrer des Busses hinter dem Steuer eingeklemmt und schwer verletzt. Insgesamt wurden acht Personen verletzt, zwei davon schwer. Bis auf den schwer verletzten Busfahrer kommen alle Verletzten aus Hamburg. Ihr Alter liegt zwischen 17 und 55 Jahren.

Der Linienbusfahrer befuhr den Schnelsener Weg und wollte nach links in die Pinneberger Chaussee einbiegen, fuhr stattdessen aber gegen ein Carport und ein Haus in der Altonaer Straße.

Die genaue Unfallursache steht noch nicht fest. Ein Unfallsachverständiger wurde hinzugezogen. Die Ermittlungen dauern an. Möglicherweise ist ein Krankheitsfall des Busfahrers Auslöser des Unfalls. Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es derzeit nicht. Die Schadenshöhe liegt nach ersten Schätzungen bei rund 300.000 Euro.

Die Leitstelle West in Elmshorn löste um 19.59 Uhr Alarm für die Freiwillige Feuerwehr Halstenbek aus und beorderte zusätzlich Rettungswagen aus dem Kreis Pinneberg und Hamburg an den Einsatzort unweit der Hamburger Stadtgrenze. Darüber hinaus rückten Kräfte der Berufsfeuerwehr aus der Hansestadt und der Freiwilligen Feuerwehr Eidelstedt an. Auch der Großraumrettungswagen der Hamburger Feuerwehr war im Einsatz.

Die Feuerwehr Halstenbek, die gerade nach einem böswilligen Fehlalarm am Friedrichshulder Weg in die Wache einrücken wollte, war keine sechs Minuten nach der Alarmierung an der Einsatzstelle und übernahm die Erstversorgung der Verletzten. Außerdem wurde die Rettung des Busfahrers vorbereitet. In Absprache mit dem Notarzt wurde der Fahrer aus seiner Zwangslage befreit.

Nach Abschluss der Rettungsarbeiten wurde die Bergung des verunglückten Busses vorbereitet. Bevor das Fahrzeug jedoch aus der Hauswand gezogen werde konnte, musste das betroffene Haus abgestützt werden. Mitglieder des Technischen Hilfswerks aus Pinneberg brachten dazu Spannstützten ein, erst danach wurde der Bus durch ein Abschleppfahrzeug langsam aus der Hauswand herausgezogen. Dabei wurde der Treibstofftank des Busses beschädigt. Die Feuerwehr Halstenbek nahm den auslaufenden Diesel auf und stellte den Brandschutz sicher.

Insgesamt dauerten die Rettungs- und Bergungsarbeiten bis nach Mitternacht an. Bei dem Unfall wurden neben dem Bus und der betroffenen Doppelhaushälfte auch das Nachbargebäude stark beschädigt.

Die Bewohner des demolierten Hauses waren während des Unfalls nicht im Gebäude.

Blaulichtmonitor



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erstellt am 01.Feb.2015 | 08:41 Uhr

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