Hamburg : Lierhaus besucht Mütter im Wohnheim

Monica Lierhaus im Gespräch mit Frauen in einem Mutter-Kind-Haus in Hamburg-Boberg. Foto: dpa
Monica Lierhaus im Gespräch mit Frauen in einem Mutter-Kind-Haus in Hamburg-Boberg. Foto: dpa

Moderatorin Monica Lierhaus möchte Positives an andere weitergeben. Die 40-Jährige besuchte aus diesem Grund eine soziale Einrichtung in Hamburg.

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21. April 2011, 10:16 Uhr

Die lange Zeit kranke TV-Moderatorin spielte mit Kindern aus einer Mutter-Kind-Gruppe in Hamburg und sprach mit den Frauen, wie die ARD-Fernsehlotterie am Mittwoch mitteilte. Der Besuch im Wohnheim fand bereits am 28. März statt, berichtete die Arbeiterwohlfahrt Boberg am Mittwoch.
In der Mitteilung wird Lierhaus zitiert: "Die jungen Mütter bekommen hier Hilfe. Ich weiß ganz genau, wie wichtig Hilfe ist. Das finde ich super."
Der "Bild"-Zeitung sagte sie: "Ich möchte so viel positive Energie weitergeben, besonders auch an Menschen, die es vielleicht noch schlimmer getroffen hat als mich." Die ehemalige "Sportschau"-Moderatorin war nach einer Hirn-Operation vor rund zwei Jahren ins Koma gefallen.
Lierhaus: "Ein Kind wäre schön"
Lierhaus will künftig öfter soziale Einrichtungen besuchen. Derzeit stehe sie für Probeaufnahmen für Ziehungssendungen vor der Kamera, teilte ein Sprecher der Fernsehlotterie mit. In einigen Wochen solle sie dabei ihren ersten Einsatz haben. Die Besuchsaktion in Hamburg soll an diesem Donnerstag in der ARD-Show "Das unglaubliche Quiz der Tiere" (20.15 Uhr) zu sehen sein. Lierhaus berichtet dort auch erneut über ihre Erfahrungen in den vergangenen zwei Jahren und den schwierigen Weg zurück ins normale Leben.
Für die Tätigkeit als Botschafterin bei der Fernsehlotterie soll Lierhaus 450.000 Euro im Jahr bekommen. Berichte über die Höhe der Summe lösten Kritik aus, einige Abonnenten kündigten ihr Lotterie-Los. Monica Lierhaus bestätigte die Berichte zunächst nicht. In einem Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit" sagte sie dann auf die Frage, ob ihr das Gehalt vorgeschlagen wurde oder ob sie es gefordert habe: "Das ist mir vorgeschlagen worden."
Ihren ersten öffentlichen Auftritt seit der Krankheit hatte Lierhaus im Februar bei der Gala der "Goldenen Kamera", bei der sie einen Ehrenpreis erhielt. Im Anschluss an ihre Dankesrede machte sie ihrem Lebensgefährten einen Heiratsantrag. In mehreren Interviews hat Lierhaus seitdem über den Kampf zurück ins Leben gesprochen. Der Zeitschrift "Bunte" erzählte sie, dass sie sich ein Kind wünsche: "Ein Kind wäre schön. Ich bin jetzt 40. Da wirds langsam Zeit."
(dpa, shz)

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