Gesundheit : Legionellen im Kühlwasser des Kraftwerks Moorburg

Ein Hybridkühlturm des Kraftwerks wurde außer Betrieb genommen, weil im Kühlwasser Legionellen gefunden wurden.
Ein Hybridkühlturm des Kraftwerks wurde außer Betrieb genommen, weil im Kühlwasser Legionellen gefunden wurden.

Der Energiekonzern Vattenfall hat einen Hybridkühlturm des Kraftwerks in Hamburg-Moorburg außer Betrieb genommen, weil im Kühlwasser Legionellen entdeckt wurden. "Eine Gefährdung von Menschen außerhalb des betroffenen Kühlturms besteht nicht", teilte eine Sprecherin am Mittwoch mit. Es sei auch kein Mitarbeiter erkrankt. Die Ursache für das Auftreten der Bakterien werde derzeit untersucht.

shz.de von
04. September 2013, 18:30 Uhr

Hamburg | Die Legionellen waren bei einer Routinekontrolle gefunden worden. Um den Hybridkühlturm hat Vattenfall den Angaben zufolge eine Schutzzone von zehn Metern eingerichtet. "Arbeiten in diesem Bereich erfolgen mit Atemschutzmaske", hieß es. Das umstrittene Kraftwerk Moorburg soll im nächsten Jahr den kommerziellen Betrieb aufnehmen.

Legionellen gedeihen in warmem Süßwasser und können die Lungen von Menschen befallen, wenn zerstäubtes Wasser eingeatmet wird. Infektionsquellen sind daher Klimaanlagen, Duschen, Whirlpools und andere Warmwassereinrichtungen, in denen Dampf oder Sprühnebel entsteht.

Zuletzt hatte ein Legionellen-Ausbruch im sauerländischen Warstein für Aufsehen gesorgt. Dort sind seit dem 10. August mehr als 150 Menschen erkrankt, zwei Männer starben. Der Ausbruch wurde durch die Kühlanlage eines Unternehmens ausgelöst.

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