Uni Hamburg : Langzeitstudenten vor allem bei Sozialökonomen

Mehr als 2000 Studenten in Hamburg liegen weit über der Regelstudienzeit - die "Bummel-Studenten" finden sich vor allem in Sozialökonomie und Informatik.

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19. September 2011, 12:25 Uhr

84 Semester Theologie oder 77 Semester Jura - an der Hamburger Universität gelten mehr als 16 Prozent aller Studierenden als Langzeitstudenten. Derzeit überschreiten nach Angaben des Senats von 14.248 Studenten rund 2319 die Regelstudienzeit von acht Semestern um mindestens das Doppelte. "Es gibt viele Langzeitstudenten in Hamburg. Das ist wenig schön, aber man muss jeden Fall einzeln betrachten", sagte der Sprecher der Wissenschaftsbehörde, Timo Friedrichs, am Montag. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung über die "Bummelstudenten" der Hansestadt berichtet.
In einzelnen Fachbereichen liegt die Quote noch höher. Im Fachbereich Sozialökonomie etwa studieren 73 der 120 Eingeschriebenen schon länger als 16 Semester (60,8 Prozent), bei den Informatikern sind es 130 von 213 (61 Prozent). Bei Medizinern und Zahnmedizinern dagegen liegt die Quote nur bei 4 bzw. 2,4 Prozent. In Einzelfällen sind Studenten bereits seit Jahrzehnten an der Uni eingeschrieben, ein Betriebswirtschaftler beispielsweise seit 54 Semestern.

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