HSV im Abstiegskampf : Labbadia und das Geheimnis der Aufstellung gegen Augsburg

Der HSV gastiert am Sonntag in Mainz und braucht jeden Punkt. Nach dem Sieg gegen Augsburg gibt es Hoffnungsschimmer.

shz.de von
01. Mai 2015, 14:55 Uhr

Der Hamburger SV will da weitermachen, wo er am vergangenen Samstag aufgehört hat. Nach dem Sieg des Fußball-Bundesligisten gegen den FC Augsburg (3:2) soll am Sonntag (15.30 Uhr) beim 1. FSV Mainz der mühsame Gang weg von den Abstiegsplätzen fortgesetzt werden. „Wir müssen unsere Leistung weiter steigern. Jetzt ist nicht die Zeit zum Durchschnaufen“, forderte Trainer Bruno Labbadia, der gegen die Augsburger in seinem zweiten Spiel mit dem HSV den ersten Sieg geholt hatte.

Für die Hamburger war es nach neun sieglosen Partien in Serie der erste dreifache Punktgewinn. Vier Spieltage vor ultimo nehmen die Norddeutschen mit 28 Zählern den Relegationsplatz vor dem punktgleichen SC Paderborn ein. Hannover 96 (29 Punkte) und der SC Freiburg (30) auf den Plätzen 15 und 14 liegen in Reichweite.

Die Mannschaft fährt mit größerem Selbstvertrauen nach Mainz. „Wenn Rafael van der Vaart nach dem Sieg gegen Augsburg sagt, dass man das Gefühl hatte, gerade deutscher Meister geworden zu sein, sagt das einiges aus“, erklärte Labbadia. Doch auf diesem Gebiet gebe es noch immens viel zu tun. „Bei uns fehlt das Selbstverständnis, Siege einzufahren. Jeder Sieg bedarf eines enormen Kraftaktes“, erläuterte Labbadia.

Ob der 49 Jahre alte Coach nach der Formel „Never change a winning team“ handeln will, ist ungewiss. Es bieten sich Alternativen an.

Kommt der genesene Rechtsverteidiger Dennis Diekmeier zurück, dürfen die zuletzt gesperrten Mittelfeldspieler Valon Behrami und Lewis Holtby wieder in die Startelf? Labbadia will nichts verraten. „Wir sind da total offen. Ich entscheide so, wie ich das Gefühl habe, dass es passt.“ Eigentlich will Labbadia das Team nicht ändern. „In dieser Saison wurden bereits 31 Spieler eingesetzt und selten wurde zweimal die gleiche Elf aufgestellt“, erklärte der Hesse. „Allerdings haben wir auch gegen Augsburg das Gefühl gehabt, dass eine kleine Änderung passen würde und haben Ivo Ilicevic reingebracht.“

Klar ist jedoch, dass der wiedererstarkte Pierre-Michel Lasogga Sturmspitze sein wird. Nach einer langen Flaute hatte der 23-Jährige gegen Augsburg doppelt getroffen und damit das Signal zur Trendwende gegeben. „Ich hoffe, dass er wie letztes Jahr zu einem Schlüsselspieler wird“, meinte Labbadia und verwies auf seine aktive Zeit als Stürmer. „Ich kann mich selbst vage daran erinnern, wie es ist, wenn man nicht trifft.“ Dass der Knoten endlich platzte, sei „eine logische Folge“ gewesen, „weil er mal fünf bis sechs Wochen am Stück trainieren konnte“. Außerdem habe ihn die Mannschaft gut in Szene gesetzt.

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