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Kritik an Parteien : Küstenwache: „Struktur ist teuer“

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30 Behörden sind für die deutsche Küstenwache zuständig. Die Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste fordert, dass sie zusammengelegt werden. Die großen Parteien hätten keine konkreten Pläne.

Hamburg | Die Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste hat die beiden großen Parteien wegen ihres mangelnden Engagements für eine länderübergreifende deutsche Küstenwache kritisiert. „Die jetzige Struktur ist teuer und könnte effizienter werden“, erklärte Hans von Wecheln von der Schutzgemeinschaft am Dienstag in Hamburg.

Vor allem CDU und SPD hätten keine konkreten Pläne, die bislang rund 30 zuständigen Behörden zusammenzuführen. Der Umweltverband hatte den Parteien Fragen zu ihren Plänen nach der Bundestagswahl am 22. September zugeschickt und darin eine nationale Küstenwache gefordert. Demnach sprach sich nur die FDP klar für den Vorschlag aus. „Das muss wieder in den Koalitionsvertrag“, forderte von Wecheln.

Eine Küstenwache könnte nicht nur bei Unfällen, sondern auch bei der Abwehr terroristischer Angriffe eingesetzt werden. In der Vergangenheit hätten sich SPD und CDU bereits für eine nationale Küstenwache ausgesprochen, den Plan aber nie umgesetzt.

Wenn der Bau von Windparks auf See weiterlaufe, müsste zudem die Sicherheit der Schiffe verbessert werden, erklärte die Schutzgemeinschaft. „Der Schifffahrt wird erheblich Fläche entzogen, auf der sie fahren kann“, sagte Rudolf-Eugen Kelch aus dem Vorstand des Verbandes. Daher müsste zwischen den Windparks zum Beispiel mehr Platz zum Manövrieren geschaffen werden. Die Probleme seien von den Parteien zumindest erkannt worden, die Lösungsvorschläge aber oft nicht konkret genug.

Die Schutzgemeinschaft forderte zudem die Stationierung eines neuen Notschleppers bei Sylt und das Verbot von Abfallentsorgung im Meer. In dem Verband haben sich Kreise, Städte, Gemeinden und Vereine aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen zusammengeschlossen.

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erstellt am 03.Sep.2013 | 16:37 Uhr

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