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Insolvenz : Kretschmer kann Rote Flora nicht verkaufen

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Was passiert mit der Roten Flora? Verkauft wird sie erstmal wohl nicht. Gegen Eigentümer Klausmartin Kretschmer läuft ein vorläufiges Insolvenzverfahren.

Hamburg | Das linksautonome Kulturzentrum Rote Flora kann derzeit nicht verkauft werden. Grund dafür ist ein vorläufiges Insolvenzverfahren gegen den Eigentümer Klausmartin Kretschmer.

Das berichtet der NDR 90,3. In einer Vorlage des Amtsgerichts heißt es: „Verfügungen des Schuldners über Gegenstände seines Vermögens sind nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam“. Kurz gesagt: Kretschmer bleibt vorerst handlungsunfähig.

Kretschmers Berater Bert Gaer gibt als Grund für den Insolvezantrag gegen seinen Klienten langwierige Steuerstreitigkeiten an. Ein Zusammenhang mit der Roten Flora bestehe nicht.

Baer gibt sich zuversichtlich, mit der Finanzverwaltung eine Einigung über die Höhe der Steuerschuld herbeiführen zu können. Kretschmer sei in der Lage, die fälligen Steuern zu bezahlen. Daher werde es nicht zu einem Insolvenzverfahren kommen. Diese Entscheidung fällt jedoch das Amtsgericht Hamburg-Mitte auf der Grundlage eines Gutachtens, welches in den nächsten Wochen durch Kretschmers vorläufigen Insolvenzverwalter erarbeitet wird.

Die Entwicklungen wirken sich möglicherweise auf den Rechtsstreit mit der Stadt Hamburg, um die seit 25 Jahren besetzte Rote Flora aus.

Hintergrund des Streits ist eine Klage der Stadt, durch die ein Rückkauf der Roten Flora erreicht werden soll. Kretschmer, der die Rote Flora 2001 für umgerechnet 190.000 Euro gekauft hatte, äußerte erstmals im Herbst letzten Jahres Umbaupläne, die das Ende des autonomen Zentrums zugunsten einer kommerziellen Veranstaltungsstätte bedeuten würden. Das Rückkaufangebot der Stadt von 1,1 Millionen Euro hatte Kretschmer zuvor ausgeschlagen.

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erstellt am 16.Mai.2014 | 11:20 Uhr

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