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Proteste in Hamburg : Klobürsten und ein Pflasterstein im Gefahrengebiet

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Vergleichsweise ruhig war die Nacht zum Sonntag in Hamburg. Unbekannte warfen einen Pflasterstein auf einen Streifenwagen. Hunderte demonstrierten mit Klobürsten.

shz.de von
erstellt am 12.Jan.2014 | 14:16 Uhr

Im Hamburger Gefahrengebiet rund um drei Polizeikommissariate in Altona, St. Pauli und Schanzenviertel ist es in der Nacht zum Sonntag friedlich geblieben. „Es gab keine Ausschreitungen“, sagte ein Polizeisprecher am Sonntagmorgen. Es seien lediglich einige Gruppen unterwegs gewesen, die Parolen skandierten.

Mit einem Pflasterstein warfen bisher unbekannte Täter die Heckscheibe eines Streifenwagens der Bundespolizei ein und beschädigten diesen schwer. Der Wagen war direkt in einer Kolonne vor dem Bahnhof Altona abgestellt.

Am Samstagabend hatten mehrere hundert Menschen friedlich gegen die verstärkten Polizeikontrollen demonstriert. Sie versammelten sich mit Klobürsten als Protestsymbol zu einem sogenannten Flashmob, wie die Polizei mitteilte. Im Anschluss seien etwa 450 Teilnehmer durch den Stadtteil gezogen.

Nach mehreren Angriffen auf Polizeieinrichtungen und Beamte hatte die Behörde am 4. Januar St. Pauli, das Schanzenviertel und Teile von Altona zum Gefahrengebiet erklärt, die Zone aber am Donnerstag vergangener Woche auf drei kleinere, nur nachts geltende Gefahreninseln eingeschränkt. Für Montag kündigten Studenten der Uni Hamburg einen Demonstrationszug vom Dammtor bis zu den Esso-Häusern an. Sie fordern unter anderem eine sofortige die Abschaffung der Gefahrengebiete.

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