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NSU-Ermittlungen : In Hamburg werden 29 Mordfälle neu untersucht

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Mehrere möglicherweise rechtsextreme Mordfälle in Hamburg werden neu aufgerollt. Die ungeklärten Todesfälle könnten im Zusammenhang mit dem NSU stehen.

Hamburg | 29 ungeklärte Hamburger Mordfälle der vergangenen Jahre sind überprüft worden. Weil ein möglicher rechtsextremer Hintergrund nicht „absolut ausgeschlossen werden“ könne, sollte untersucht werden, ob sie möglicherweise mit dem rechtsextremen NSU in Verbindung gebracht werden können. Das geht aus einer Antwort des Senats auf eine Anfrage der Linksfraktion in der Bürgerschaft hervor.

Nach dem Auffliegen der Terrorzelle NSU hatten die Sicherheitsbehörden in Bund und Ländern ungeklärte Tötungsdelikte zwischen 1990 und 2011 nochmals auf mögliche rechte Motive hin untersuchen lassen. In 746 Fällen fanden die Kriminalämter bundesweit Anhaltspunkte für ein mögliches rechtes Tatmotiv. Das ist aber nur ein Zwischenergebnis. Laut Hamburger Innenbehörde haben noch nicht alle Bundesländer ihre Daten weitergeleitet.

Aus der Anfrage der Linken vom 4. Dezember, die dpa vorliegt, geht hervor, dass Informationen über diese 29 Fälle in Hamburg an das Gemeinsame Abwehrzentrum gegen Rechtsextremismus weitergereicht wurden. Hier befasse sich die Arbeitsgruppe Fallanalyse mit den Informationen.

Laut einer weiteren Anfrage der Linken-Innenexpertin Christiane Schneider vom 20. Januar gibt es für die Verdachtsmomente in den 29 Fällen eine Reihe von Kriterien. Dazu gehören: Herkunft, Nationalität, Hautfarbe der Opfer, Religion, politische Einstellung, sexuelle Orientierung und etwa, ob sie Obdachlose waren.

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erstellt am 03.Feb.2014 | 14:56 Uhr

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