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Nach Streiks : IG Metall Küste und Nordmetall übernehmen Pilotabschluss

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Die Tarifparteien im Norden sind sich einig. Die Löhne steigen um 3,4 Prozent.

shz.de von
erstellt am 26.Feb.2015 | 16:05 Uhr

Hamburg | Die Tarifparteien der Metall- und Elektroindustrie im Bezirk Küste haben sich ebenfalls geeinigt und übernehmen den Pilotabschluss aus Baden-Württemberg. Das teilten die Nordmetall-Arbeitgeber und die IG Metall Küste am Donnerstag in Hamburg mit. Somit erhöhen sich die Entgelte für die 140.000 Beschäftigten vom 1. April an um 3,4 Prozent. Außerdem gibt es eine Einmalzahlung von 150 Euro (Auszubildende: 55 Euro) für die Monate Januar bis März 2015.

In den vergangenen Wochen hatten im Norden laut der Gewerkschaft rund 64.200 Beschäftigte gestreikt. Der Bezirk Küste umfasst Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und das nordwestliche Niedersachsen. Zuvor hatten schon die Tarifbezirke Sachsen, Mitte, Nordrhein-Westfalen und Bayern den Abschluss von Baden-Württemberg übernommen.

Nordmetall-Verhandlungsführer Thomas Lambusch sagte nach der Einigung: „Das war der Maximalkompromiss. Die IG Metall hat mit diesem Abschluss eine Wette auf die Zukunft zu verantworten.“ Dafür seien Kernziele bei der Altersteilzeit und der Weiterbildung erreicht und ein Arbeitskampf verhindert worden. „Durch den Abschluss haben die Beschäftigten deutlich mehr Geld in der Tasche“, sagte IG-Metall-Bezirksleiter Meinhard Geiken. Über das Ergebnis für den bis Ende März 2016 laufenden Vertrag muss noch die Tarifkommission des Bezirks Küste am 4. März entscheiden.

In der vierten Tarifrunde ging es auch um Altersteilzeit und Weiterbildung. Die Altersteilzeit werde einfacher und demografiegerechter, aber nicht teurer und bei der Bildung gebe es keine unnötigen Zwänge für den Arbeitgeber, bilanzierte Lambusch. Der „Tarifvertrag Qualifizierung“ sei wieder in Kraft gesetzt worden.

Außerdem könnten Beschäftigte Arbeitszeit oder Entgelt ansparen, um eine Bildungsphase selbst zu finanzieren. Die Beschäftigten sollen sich so besser auf den industriellen Wandel vorbereiten können, ergänzte die Gewerkschaft.

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