sh:z Fussballsommer : HSV hat im Testspiel Mühe mit ETSV Weiche

In Bedrängnis: Weiches Torwart Florian Kirschke.
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In Bedrängnis: Weiches Torwart Florian Kirschke.

Der HSV ist im Trainingslager an der Förde. Die Flensburger wünschten sich vor dem Spiel ein Tor - und trafen gleich zwei Mal.

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28. Juni 2014, 11:28 Uhr

Flensburg | Kann es ein schöneres Kompliment geben? „Weiche war ein guter und griffiger Gegner, der uns teilweise das Leben ganz schön schwer gemacht hat“, befand Trainer Mirko Slomka. Sein Team gewann zum Abschluss des Trainingslagers an der Flensburger Förde 3:2 (2:1) beim ETSV Weiche, doch der Regionalligist zog sich mehr als achtbar aus der Affäre und riss die 2824 Zuschauer mehr als einmal zu Beifallsstürmen hin.

Harald Uhr strahlte übers ganze Gesicht. Der Ligamanager des ETSV und sein Helferteam hatten alles dafür getan, dem Bundesligisten optimale Bedingungen zu präsentieren. Eine neue Tribüne, eine neue Anzeigetafel, dazu ein gepflegter Rasen – und auch das Wetter spielte mit. Nach heftigen Schauern am Vormittag schien während der 90 Minuten die Sonne.

Die Gastgeber, die erst drei Trainingseinheiten hinter sich hatten, erwischten einen Start nach Maß. 5. Minute: Florian Meyer beförderte einen Freistoß in den Strafraum, Kevin Schulz traf den Pfosten – und Torjäger Tim Wulff staubte zum 1:0 ab! Die Freude währte jedoch nicht lang: Marcell Jansen nutzte die gute Vorarbeit von Ivo Ilicevic und glich aus (11.). Das funktionierte auch in der 34. Minute, als Jansen nach gelungenem Zusammenspiel mit dem Kroaten das 1:2 erzielte. Zuvor (27.) hatte Ilicevic Christian Jürgensen attackiert, beide blieben lange liegen. „Die ist wohl durch“, sagte der Abwehrspieler des ETSV später und deutete auf sein Gesicht: Nasenbeinbruch.

„In der ersten Halbzeit hätten wir noch ein, zwei Tore mehr schießen können, um das Spiel frühzeitig in unsere Richtung zu lenken“, sagte Mirko Slomka. Stattdessen hieß es nach einer Stunde 2:2 – der HSV war noch damit beschäftigt, beim Freistoß die Mauer zu stellen, da hatte Florian Meyer schon abgezogen und ins rechte obere Toreck getroffen. „Zwei Gegentore nach Standards, das ärgert mich sehr“, so Slomka.

Die Flensburger Hoffnung auf eine Punkteteilung zerstörte Artjoms Rudnevs mit seinem Tor in der 66. Minute auf Vorarbeit des emsigen Christian Derflinger, doch die gute Laune konnte das nicht trüben. Jürgen Muhl, stellvertretender sh:z-Chefredakteur, sprach zu Recht von einem „wunderschönen Fußball-Nachmittag“.

Der HSV nahm den „Flensburg-Cup“ mit auf die Heimreise, und die jugendlichen Autogrammjäger zeigten sich gegenseitig stolz ihre frisch erworbenen „Schätze“. Nur der zur Pause eingewechselte Rafael van der Vaart wollte da nicht mitmachen, zeigte sich ungnädig und stieß sogar Kinder zur Seite.

Der Fupa-Ticker zum Nachlesen:

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