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Bundesliga : HSV bleibt in Köln torlos

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Die 52. Bundesliga-Saison beginnt für den HSV mit einem 0:0 gegen den 1. FC Köln. Die Hamburger waren gefährlicher - aber nicht gefährlich genug.

Hamburg | 1. FC Köln gegen HSV, der Rückkehrer gegen den Fast-Absteiger: Das 0:0 ist für den 1. FC Köln mühsam erkämpft, der HSV präsentierte sich aggressiver - ein Treffer blieb den Hamburgern aber verwehrt.

Vor 50.000 Zuschauern im ausverkauften Kölner Stadion blieben dem 1. FC Köln das 1500. Heim-Tor in der Eliteklasse und der ersehnte erste Heim-Dreier im Kampf gegen den Abstieg verwehrt. 840 Tage nach dem Kölner 1:4 am 5. Mai 2012 gegen Bayern München und dem fünften Abstieg hatte die Partie auch keinen Sieger verdient.

FC-Trainer Peter Stöger setzte zu Beginn fast komplett auf sein vor allem in der Defensive so starkes Team der Aufstiegssaison, das nur 20 Gegentore hatte hinnehmen müssen, und bot als einzigen seiner Neuen den von 1860 München verpflichteten Japaner Yuya Osako auf.

Auch bei den Gästen, die für rund 26 Millionen Euro eingekauft hatten, stand lediglich ein „echter“ Neuzugang in der Anfangsformation: der Schweizer Nationalspieler Valon Behrami wurde von Chefcoach Mirko Slomka im defensiven Mittelfeld eingesetzt. Zwei andere Neue beim HSV fehlten noch: Nicolai Müller (Adduktorenprobleme) und Zoltan Stieber (Fußprellung) mussten wegen Verletzungen passen.

Nach dem Fast-Abstieg der vergangenen Saison, der erst in der Relegation gegen die SpVgg Greuther Fürth verhindert wurde, präsentierte sich der HSV im 87. Erstligaduell der Traditionsvereine anfangs gefährlicher und hatte durch den überzeugenden Spielgestalter Rafael van der Vaart (10.) und Tolgay Arslan (11.) die ersten Torschüsse, die von FC-Keeper Timo Horn aber relativ problemlos gemeistert wurden.

Dann wurden die Kölner kurzzeitig mutiger: HSV-Keeper René Adler, der seinem Team im Elfmeterschießen das Weiterkommen im DFB-Cup bei Energie Cottbus gerettet hatte, musste einen Distanzversuch von Adam Matuschyk klären (16.), kurz darauf zielte Daniel Halfar zu hoch (17.). Bei einem Van-der-Vaart-Freistoß (23.) zeigte sich Horn, irritiert durch Heiko Westermann, unsicher, konnte die Situation aber bereinigen.

Fußballerisch waren die ersten 45 Minuten niveauarm - dafür war der FC eine Woche nach dem Pokalerfolg bei den Amateuren der FT Braunschweig (4:0) in der Offensive einfach zu wenig präsent. Zu viel war Kampf, die wenigen Akzente setzten fast nur die Hanseaten, die durch Pierre-Michel Lasogga (45.) noch eine Chance hatten. Der von Hertha BSC endgültig erworbene Torjäger traf aus kurzer Distanz den Ball nicht richtig.

Drei Minuten nach Wiederbeginn stand der HSV vor dem 1:0, als van der Vaart den Ball auf Ivo Ilicevic bugsierte, der Kroate aber viel zu schwach in die Arme Horns köpfte (48.). Auf der Gegenseite hatte Kölns Anthony Ujah in der 51. Minute fast eine identische Chance, zeigte sich aber mit dem Kopf ähnlich schwach. Dann konterte der stärker werdende FC über Marcel Risse und Ujah, dessen abgeblockter Schuss von Osako aus guter Position aber rechts neben das HSV-Tor gesetzt wurde (58.). In der 77. Minute scheiterte Risse an Adler - es war die letzte Chance.

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erstellt am 23.Aug.2014 | 17:45 Uhr

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