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15. Dezember 2017 | 04:07 Uhr

Homo-Hauptstadt Hamburg

vom

125 000 feiern farbenfrohen Christopher Street Day in Hamburg / Party, Politik und Prominente

shz.de von
erstellt am 05.Aug.2013 | 03:59 Uhr

hamburg | Bunte Trucks, Regenbogenfahnen und Partystimmung: Zum 33. Mal ist die Parade des Christopher Street Day durch die Hamburger Innenstadt gezogen. Rund 125 000 Teilnehmer waren beim diesjährigen Umzug am Sonnabend dabei, teilte die Polizei mit.

Fast 40 bunte Wagen und Fußgruppen zogen von der Langen Reihe bis zum Jungfernstieg. Und bis in die Nacht zu gestern hinein verlief die farbenfrohe Demonstration friedlich. "Alles war entspannt", berichtete ein Polizeisprecher. Gestern wurde in der Hamburger Innenstadt bei einem Straßenfest weitergefeiert.

Bevor die Sonne am Samstagnachmittag auf die Teilnehmer schien, hatte es wie schon im vergangenen Jahr zum Start geregnet. Das konnte der guten Laune aber nichts anhaben: Viele Teilnehmer schwenkten mit bunten Fahnen, tanzten zur Musik und winkten den Besuchern zu. Und auch diesmal ging es wieder schrill zu. Ganz vorne beim Umzug lief Hamburgs bekannteste Drag-Queen Olivia Jones in einem Nackt-Kostüm mit. Etwas weiter hinten zog ein als Pferd verkleideter Mann eine kleine Kutsche, andere waren als Indianer oder Polizisten verkleidet.

Auch die Schaulustigen auf den Gehsteigen waren teils bunt verkleidet - sie trugen Perücken, Glitzerschminke und Federschmuck.

Zu Beginn mussten sie noch Regenschirme aufspannen, dann schien doch noch die Sonne. "Das ist typisches Wetter für die Parade", sagte Marc-Pierre Hoeft vom veranstaltenden Homosexuellen-Verein Hamburg Pride. "Aber jetzt haben wir perfektes Wetter zum Demonstrieren."

Die Parade stand im Jahr der Bundestagswahl unter dem Motto: "Mehrheit für Vielfalt: Du hast die Wahl!". Mit Plakaten prangerten die Teilnehmer die Entscheidungsträger an. "Weg mit dem Ehegattensplitting! Förderung da, wo Kinder sind" und "Schluss mit Sonntagsreden" war darauf zu lesen. Mit den Aktionen sollte darauf aufmerksam gemacht werden, dass auch die Rechte von Lesben, Schwulen und anderen Minderheiten wahlrelevant seien.

In diesem Sommer hatte es bereits in mehreren Städten Paraden, Feste und Demonstrationen anlässlich des Christopher Street Day (CSD) gegeben - er steht weltweit für das Selbstbewusstsein Homosexueller. Der Tag erinnert an Vorfälle um den 28. Juni 1969 in New York: Nach einer Polizeirazzia kam es zum Aufstand von Schwulen und Lesben mit Straßenschlachten in der Christopher Street.

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