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Investor Kühne : „Herr Magath, werden Sie Trainer beim HSV!“

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In einer persönlichen Mail fordert Investor Michael Kühne den „starken Mann“ Felix Magath dazu auf, Verantwortung bei dem Hamburger Club zu übernehmen. Eine Verpflichtung könnte offenbar noch vor dem DFB-Pokalspiel am Mittwoch gegen die Bayern möglich sein.

shz.de von
erstellt am 11.Feb.2014 | 11:16 Uhr

Hamburg | HSV-Investor Klaus-Michael Kühne will Felix Magath mit allen Mitteln dazu bewegen, den Hamburger Bundesligisten zu retten. „Geben Sie sich einen Ruck. Werden Sie Sportdirektor und Trainer beim HSV - dann wird alles gut!“, schrieb der Unternehmer in einer persönlichen Mail an den Ex-HSV-Profi Magath.  Zugleich appellierte der Investor, der sich nach der für diesen Sommer geplanten Strukturreform mit mehreren Millionen Euro am HSV beteiligen will, an Magath, rasch beim HSV einzusteigen. „Sie müssen am Samstag auf der Trainerbank sitzen; sonst gehen weitere drei Punkte verloren und die Situation wird noch hoffnungsloser.“ 

Bereits am vorigen Donnerstag soll sich Kühne mit Marketingvorstand Joachim Hilke, HSVPlus-Initiator Otto Rieckhoff und Aufsichtsratschef Jens Meier getroffen haben, um über die Personalie Magath zu sprechen. Da noch immer keine Lösung in Sicht war, habe Kühne Magath noch einmal angeschrieben. „Ich stehe hundertprozentig hinter Ihnen und hoffe, dass Aufsichtsrat und Vorstand endlich geschlossen handeln - sonst sind diese Leute ,Manager des kollektiven Untergangs'!“ Unterschrieben sei die Mail mit den Worten: „Mit besten Grüßen für alle HSV- und Magath-Fans. Klaus-Michael Kühne.“

Der Aufsichtsrat des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV soll sich nach Medienberichten um eine Verpflichtung von Felix Magath noch vor dem DFB-Pokalviertelfinale gegen Bayern München am Mittwoch bemühen. Die Kontrolleure hätten am Montagabend erneut beraten, heißt es. Bestätigung dafür gab es nicht. „Bis zum Dienstag soll eine Entscheidung herbeigeführt werden, dann könnte der neue starke Mann schon Mittwoch gegen die Bayern, spätestens aber am Samstag im Abstiegsfinale in Braunschweig auf die HSV-Bank zurückkehren“, berichtete kicker.de. Der langjährige HSV-Profi Magath (1976-1986) war nach seiner Spielerkarriere als Manager (1986-1988) und von 1995 bis 1997 als Coach des Clubs tätig.

Am Sonntag hatte der Aufsichtsrat acht Stunden getagt und war ohne greifbares Ergebnis auseinandergegangen. Von den elf Räten müssen acht dem Plan zustimmen. Zu diesem Zeitpunkt war das noch nicht der Fall. Laut „Hamburger Abendblatt“ soll lediglich eine Stimme fehlen.

Da sich der Vorstand des Vereins für Trainer Bert van Marwijk zumindest für die Partien gegen Bayern München und Eintracht Braunschweig am Samstag ausgesprochen hat, muss der Aufsichtsrat Mitglieder des Vorstandes entlassen und eine Übergangsführung installieren. Diese würde dann van Marwijk entlassen.

Trotz Krise und Führungschaos beim Fußball-Bundesligisten Hamburger SV rechnet Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge mit einigem Widerstand der Hanseaten im Viertelfinale des DFB-Pokals. „Das ist die große Gefahr, dass alle den HSV gegen Bayern München schon aufgegeben haben, weil die Mannschaft die letzten drei Spiele gegen nicht so namhafte Gegner alle 0:3 verloren hat“, sagte Rummenigge vor dem K.o.-Spiel des Titelverteidigers am Mittwochabend in Hamburg.

„Wir tun gut daran, uns durch die Ereignisse in Hamburg nicht einlullen zu lassen“, mahnte der Vorstandsvorsitzende des deutschen Rekordpokalsiegers. „Es waren in den letzten Jahren meist ganz enge Spiele für uns in Hamburg“, erinnerte Rummenigge: „Wir wissen, dass das kein Selbstläufer wird. Unser Ziel ist es, in die nächste Runde einzuziehen. Wir sind Titelverteidiger. Aber unsere Mannschaft weiß, dass man sich auch in Hamburg wieder alles neu erarbeiten muss.“

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