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Asklepios-Klinik in Hamburg : Helmut Schmidt bleibt auf Intensivstation

vom

Das Blutgerinnsel ist entfernt - doch Altkanzler Helmut Schmidt bleibt trotzdem im Krankenhaus.

shz.de von
erstellt am 04.Sep.2015 | 15:19 Uhr

Hamburg | Nach der Entfernung eines Blutgerinnsels liegt Altbundeskanzler Helmut Schmidt weiter auf der Intensivstation eines Hamburger Krankenhauses. Der Grund dafür sei aber nicht, dass es ihm schlecht gehe, sagte ein Sprecher der Asklepios-Klinik St. Georg am Donnerstag: „Er ist eigentlich stabil.“ Der 96 Jahre alte SPD-Politiker bekomme weiterhin blutverdünnende Medikamente, und das erfordere eine genaue Überwachung. Wahrscheinlich werde Schmidt voraussichtlich noch bis Mitte kommender Woche im Krankenhaus bleiben. Ursprünglich hatte Schmidts behandelnder Arzt, Professor Karl-Heinz Kuck, die Hoffnung geäußert, dass der frühere Kanzler und Mitherausgeber der Wochenzeitung „Die Zeit“ womöglich schon am Wochenende wieder nach Hause entlassen werden könnte.

Der SPD-Politiker und Mitherausgeber der „Zeit“ war am Dienstag auf die Intensivstation der Asklepios-Klinik in Hamburg-St. Georg gebracht worden. Die Asklepios-Klinik verfügt über ein Zentrum für Herz- und Gefäßchirurgie. Erst Anfang August war der Altkanzler für wenige Tage in der Klinik gewesen. Damals hatte nach Medienberichten Flüssigkeitsmangel dem SPD-Politiker gesundheitliche Probleme bereitet.

„Er hat ruhig geschlafen, es geht ihm gut“, sagte Schmidts „Leibarzt“, Prof. Heiner Greten, am Donnerstag „bild.de“. Greten und der Herzspezialist Karl-Heinz Kuck hatten nach Informationen des „Hamburger Abendblatts“ ihren Patienten bereits am Mittwochabend nach dem Eingriff noch einmal besucht. „Er war richtig gut drauf, konnte schon wieder scherzen und hat lustige Dinge erzählt“, sagte Greten dem Blatt. Das Trio habe fast eine halbe Stunde über vergangene Zeiten gesprochen, über ehemalige Reden des Kanzlers und die aktuelle politische Lage.

Mit einem Kathetereingriff ohne Vollnarkose hatten die Ärzte einen Gefäßverschluss im Oberschenkel beseitigt. Die Mediziner hatten sich anschließend über das Ergebnis sehr zufrieden geäußert. Kuck erklärte, dass Schmidt möglicherweise schon am Wochenende wieder nach Hause entlassen werden könne. Es komme darauf an, das Gefäß mit den blutverdünnenden Medikamenten weiter offenzuhalten.

„Uns ist ein Stein vom Herzen gefallen, denn wir hatten uns große Sorgen um Helmut gemacht“, zitierte das „Hamburger Abendblatt“ einen Vertrauten des Altkanzlers. Sollte der Kathetereingriff nicht zu einer nachhaltigen Besserung führen, gäbe es noch die Möglichkeit einer Bypass-Operation. Dabei wird ein künstliches Gefäß eingesetzt, das das geschädigte dauerhaft überbrückt. „Das wäre möglich und auch noch mit einem vertretbaren Risiko realisierbar“, hatte der Gefäßchirurg Thomas Koeppel am Mittwoch gesagt. „Aber wir sind natürlich froh, dass jetzt erstmal der weniger invasive Eingriff mit dem Katheter erfolgreich war.“

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