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Havarie auf der Elbe: Reederei feuert Kapitän

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

shz.de von
erstellt am 08.Aug.2014 | 18:56 Uhr

„Absolut inakzeptabel“ sei das Verhalten des Kapitäns. Deutliche Worte findet der Sprecher der Duisburger Reederei Imperial Shipping über den Schiffführer des vorgestern gestrandeten Binnenschiffs Marlene 2: Der Mann habe die restriktiven Alkohol- und Drogenvorgaben des Unternehmens missachtet und werde „definitiv nicht mehr für das Unternehmen fahren“. Die von Imperial Shipping gecharterte Marlene 2 war vorgestern auf dem Weg von Berlin nach Brunsbüttel auf Höhe des Wewelsflether Ortsteils Hollerwettern (Kreis Steinburg) frontal in den Schilfgürtel am Elbdeich gefahren. Der Fluss macht dort einen leichten Bogen, der für Schiffe eine Kurskorrektur erfordert. Den richtigen Zeitpunkt dafür hatte der Schiffsführer des elbabwärts laufenden Frachters offensichtlich verpasst und so das 85 Meter lange Schiff auf Grund gesetzt.

Gegenüber eintreffenden Beamten der Wasserschutzpolizei hatte die Besatzung zunächst einen Defekt an der Ruderanlage als Grund für den Unfall angegeben, teilte ein Polizeisprecher mit. Die Polizisten hatten allerdings einen anderen Verdacht und ließen den Kapitän „pusten“. Ergebnis der Messung bei dem 64-Jährigen: 1,3 Promille. Die Beamten ordneten eine Blutprobe an. Dem Kapitän droht nun ein Strafverfahren.

Verletzt wurde laut Polizeiangaben bei dem Unfall niemand. Öl oder Diesel gelangten nicht ins Wasser.

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