Pierre Vogel : Hassprediger spricht heute in Hamburg

Pierre Vogel, vielfach als islamistisch eingestufter salafistischer Prediger, kommt morgen nach Hamburg. Foto: dpa
Pierre Vogel, vielfach als islamistisch eingestufter salafistischer Prediger, kommt morgen nach Hamburg. Foto: dpa

Hamburg rüstet sich für den Auftritt des umstrittenen Islam-Predigers Pierre Vogel. Er will heute abend am Dammtor-Bahnhof sprechen. Die Stadt hat strikte Auflagen erlassen.

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11. Juli 2011, 11:01 Uhr

Hamburg | Der bundesweit bekannteste Konvertit Vogel will heute ab 18 Uhr am Dammtor-Bahnhof bei einer dreistündigen Veranstaltung zu seinen Anhängern sprechen. Vogel gilt als Galionsfigur der Salafisten in Deutschland. Verfassungsschützer beobachten die fundamentalistische Islamströmung mit besonderem Argwohn, weil aus ihren Reihen mehrere gewaltbereite "Gotteskrieger" hervorgegangen sind. Zwar lehnt Vogel in seinen Predigten Gewalt ausdrücklich ab und bezeichnet sich als "Friedensaktivisten". Islamismusexperten halten den Ex-Boxer jedoch für einen "Durchlauferhitzer" für künftige Dschihadisten.
"Salafisten wie Herr Vogel sind uns nicht willkommen. Aber ein Verbot der Veranstaltung hätte vor Gericht keinen Bestand gehabt", sagte Frank Reschreiter, Sprecher der Innenbehörde. Die Polizei hat für die Veranstaltung, zu der bis zu 2000 Moslems erwartet werden, rund ein Dutzend Auflagen verhängt. Sprecherin Ulrike Sweden: "Unter anderem gilt ein Vermummungsverbot." Damit ist das Tragen von Burkas untersagt. Zudem soll die bei Vogels Auftritten übliche Zwangstrennung zwischen weiblichen und männlichen Besuchern nicht geduldet werden. Auch wenn die Polizei von einem "absolut friedlichen" Ablauf ausgeht, wird eine nicht genannte Zahl von Ordnungshütern und Verfassungsschützern die Veranstaltung begleiten. Sweden: "Auch sind Islamwissenschaftler im Einsatz, um etwaige kritische Aussagen zu erkennen."
Laut seiner Internetseite will Vogel, alias Abu Hamza, in Hamburg zu zwei Themen sprechen: "Unterdrückt der Islam Frauen?" und "Warum sollte die Bundeswehr Afghanistan verlassen?". Dazu will er den Fall eines "Glaubensbruders" bekannt machen, der in Marokko unschuldig in Haft sitze. Für die Vogel-Show auf dem Dag-Hammarskjöld-Platz ruft die islamkritische Partei Die Freiheit gemeinsam mit dem Zentralrat der Ex-Muslime und der Bürgerbewegung Pax Europa zu Protesten auf.
(mlo, shz)

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CLAUDIA BARITZ 09.07.2011 12:42
Wo sind die anderen Parteien?!?!
"Für die Vogel-Show auf dem Dag-Hammarskjöld-Platz ruft die islamkritische Partei Die Freiheit gemeinsam mit dem Zentralrat der Ex-Muslime und der Bürgerbewegung Pax Europa zu Protesten auf. "

Die kleine Partei DIE FREIHEIT ist die einzige Partei, die gegen Islamismus demonstriert?! Wo sind CDU, FDP, SPD und GRÜNE?!!

Sonst empören sich doch vor allem SPD und GRÜNE wegen alles und jedem. Sind Pierre Vogels islamische Forderung nach Steinigung von untreuen Ehefrauen und Peitschehiebe für vorehelichen Geschlechtsverkehr kein Protest wert?!

Warum beweisen die großen Parteien nicht denselben Mut wie DIE FREIHEIT?!
HORST WEISSBACH 09.07.2011 19:32
pierre vogel
Der komische Vogel sollte lieber einen Abflug machen .Wir brauchen hier nähmlich
keine " Scheinheiligen " Islam-Faschisten .
DIE WAHRHEIT 09.07.2011 19:57
Rot Grün?
Wo sind die Parteien - Rot und Grün - die in Baden-Würtemberg grade erst wieder dutzende Gender-Mainstreaming Beauftragte durchpeitschen, wenn es gegen so ein steinzeitliches Frauen- und Weltbild zu demonstrieren gilt? Nein, die bleiben fern. Man möchte potentielle Wähler ja nicht vergraulen - verdankt man doch grade den Stimmen aus dem islamischen Migrations-Milieu die Wahlt von Kracht in NRW.

Aber in Berlin, da können Sie Demos gegen DIE FREIHEIT anzetteln, Antifa-Truppen gegen politische Veranstaltungen schicken und Farbbeutel schmeissen lassen. Wie verlogen diese beiden Parteien doch sind...

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