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Hamburgs höchster Leerstand

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Bürger kämpfen für die Wiedereröffnung des Fernsehturms - doch die wird teuer

shz.de von
erstellt am 23.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Hamburg | Die Hamburger wünschen es sich so sehr. Sie wollen endlich wieder auf den Fernsehturm. 99 Prozent sind dafür, dass der "Telemichel" wieder zugänglich gemacht wird. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsunternehmens Trend Research hervor. Seit Januar 2001 ist das Aussichts- und Restaurantgeschoss des Heinrich-HertzTurms für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich.

Nachdem der Turm aufgrund von Asbestbelastung saniert werden musste, fand der Eigentümer, die Deutsche Funkturm GmbH (DFMG), Tochter der Telekom, keinen neuen Betreiber für die Aussichts- und Gastronomieplattform. Vor einer Wiedereröffnung ist die Anpassung an gültige Rettungsweg-Bestimmungen notwendig - und die ist teuer: "Um ein neues Konzept realisieren zu können, müsste eine zweistellige Millionen-Summe investiert werden", so Telekom-Sprecherin Stefanie Halle. Kosten, die die DFMG nicht tragen wird. Versuche von Investoren, mit der Stadt und der DFMG eine Lösung zu finden, scheiterten. Architekten wollten den Turm ummanteln und ein Hotel einrichten. Die Stadt soll abgewinkt haben.

Dass sich keine Lösung finden lässt, kann Jürgen Vieths nicht nachvollziehen. Er setzt sich seit rund zehn Jahren für die Inbetriebnahme der Plattformen ein, hat vor drei Jahren mit Freunden den "Förderverein Hamburger Fernsehturm" gegründet, um die Öffentlichkeit wieder für das Thema zu begeistern und die Politik zu einer gezielten Unterstützung zu bewegen. Mit Erfolg. 20 000 Facebook-Fans hat er mobilisiert, 11 500 Unterschriften zusammen. Und in der Tat gibt es Hoffnung. Der im vergangenen Jahr noch abgewiesene Restaurantbetreiber Martin Dencker steht wieder in Kontakt mit der DFMG.

Wann wieder Touristen den Turm besteigen könnten, steht jedoch in den Sternen. Ebenfalls ein Gegner ist die Zeit: Die Statik des Turms lässt nach Experten-Schätzungen nur noch eine Standzeit von 30 Jahren zu.

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