Strafanzeige : Hamburgerin als mutmaßliche Ex-KZ-Wächterin angezeigt

Die KZ-Gedenkstätte Groß-Rosen heute. Von hier aus soll die Hamburgerin einen Todesmarsch begleitet haben.
Die KZ-Gedenkstätte Groß-Rosen heute. Von hier aus soll die Hamburgerin einen Todesmarsch begleitet haben.

Sie soll als Aufseherin bei einem Todesmarsch dabei gewesen sein. Gegen eine 93-Jährige wurde Strafanzeige gestellt.

shz.de von
03. Februar 2015, 12:10 Uhr

Hamburg | Die Staatsanwaltschaft Hamburg prüft eine Strafanzeige gegen eine mutmaßliche frühere KZ-Wächterin. Die sehr konkrete Anzeige gegen die 93-Jährige sei am Donnerstag vergangener Woche eingegangen, sagte eine Sprecherin der Behörde. „Wir prüfen zunächst die Schlüssigkeit der Anzeige.“ Der Vorwurf laute Beihilfe zum Mord.

Es gehe um einen Todesmarsch von Gefangenen im Jahr 1945, den die heute in Hamburg lebende Frau als Aufseherin begleitet haben soll. Nach Medienberichten starben auf dem Weg vom KZ Groß-Rosen in Niederschlesien nach Guben in der Niederlausitz rund 1400 von 2000 gefangenen Frauen.

Unter der britischen Besatzungsmacht sei sie bereits 1945 in einem Prozess gegen insgesamt 45 KZ-Wächter und SS-Angehörige in Lüneburg zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden, berichtete  die „Welt am Sonntag“.

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