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Prozess gegen Schmuggler : Hamburger schmuggelte Munition in den Libanon - Urteil abgemildert

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Das früheres Gerichtsurteil gegen einen Mann aus Hamburg wegen Schmuggels wurde nach erneutem Prozess teilweise aufgehoben.

Hamburg | Ein Mann aus Hamburg hat Munition für Sturmgewehre und Handfeuerwaffen illegal in den Libanon geschmuggelt und ist daher zu vier Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Das Landgericht der Hansestadt milderte damit am Donnerstag ein erstes Urteil gegen den 54-Jährigen ab. In dem früheren Prozess im Jahr 2013 waren es noch fünf Jahre und neun Monate Haft.

Der Bundesgerichtshof hatte Teile der Entscheidung aufgehoben und das Verfahren an das Landgericht zurückverwiesen. Da sich das Außenwirtschaftsgesetz inzwischen geändert hat, verringerte das Landgericht die Strafe. Der Mann sitzt bereits seit mehr als zwei Jahren in Untersuchungshaft.

Nach Feststellung des Gerichts hatte er 2012 mindestens 45.000 Schuss Munition für Sturmgewehre des Typs Kalaschnikows und Handfeuerwaffen illegal in den Libanon verschifft. Eine zweite Lieferung war im Libanon beschlagnahmt worden, eine dritte mit mehr als 70.000 Schuss flog bereits im Hamburger Hafen auf. Die Munition, die er bei einem bereits verurteilten Hamburger Waffenhändler gekauft hatte, war laut Gericht für den syrischen Widerstand bestimmt. Das Urteil vom Donnerstag bewertete der Vorsitzende Richter als eine „immer noch empfindliche Strafe, denn Kavaliersdelikte waren es auch nicht“. Der 54-Jährige sei zwar von einem früheren Offizier der libanesischen Armee zur Lieferung der Munition gedrängt worden. Allerdings habe der Angeklagte in der Lieferung, die er in Gebrauchtwagen versteckte, auch ein gutes Geschäft gesehen.

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erstellt am 13.Nov.2014 | 15:51 Uhr

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