Drittes Terminal am Kronprinzkai : Hamburger Hafen macht Platz für Kreuzfahrtschiffe

So sieht es am Kronzprinzkai jetzt noch aus. Im Mai 2015 soll hier das neue Kreuzfahrtterminal stehen.
So sieht es am Kronzprinzkai jetzt noch aus. Im Mai 2015 soll hier das neue Kreuzfahrtterminal stehen.

Kreuzfahrten boomen. Das spürt auch Hamburg: Im Süden des Hafens wird ein drittes Terminal gebaut. Dort sollen ab Mai 2015 mehr als 8000 Passagiere pro Anlauf an oder von Bord gehen.

shz.de von
03. April 2014, 13:10 Uhr

Hamburg | Im Hamburger Hafen wird Platz gemacht für die steigende Zahl der Kreuzfahrtschiffe. Für das dritte Terminal zur Abfertigung der Passagiere wurde der erste große Auftrag vergeben. Die Hamburger Niederlassung der Goldbeck West GmbH soll das Gebäude am Kronprinzkai im südlichen Hafengebiet errichten, wie die Hamburg Port Authority (HPA) mitteilte. Voraussichtlich Ende Juli solle mit den Bauarbeiten begonnen werden. Mehr als 190 Schiffsanläufe sind 2014 (2013: 177) für die Elbstadt vorgesehen, mehr als 600.000 Passagiere werden erwartet - wieder ein Rekord.

Die Fertigstellung des neuen Terminalgebäudes mit einer Bruttogeschossfläche von 10.600 Quadratmetern ist für Mai 2015 geplant. Anschließend sollen dort mehr als 8000 Passagiere pro Anlauf an oder von Bord gehen können. Das bedeutet nach Angaben der HPA, dass rund 10.000 Koffer bewegt werden müssen. In die Abfertigungsprozesse fließt das Fachwissen des Projektpartners Hamburger Flughafen ein.

An der geplanten Anlage können Kreuzfahrtschiffe mit einer Gesamtlänge von mehr als 330 Meter Länge abgefertigt werden, wie die HPA mitteilte. „Damit machen wir den Kreuzfahrtstandort Hamburg fit für die Zukunft“, sagte der Vorsitzende der HPA-Geschäftsführung, Jens Meier. Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) ergänzte: „Von dieser guten Entwicklung profitiert die gesamte Hamburger Wirtschaft.“ Nach Angaben der Handelskammer beträgt die Wertschöpfung der Kreuzschifffahrt in Hamburg bisher rund 270 Millionen Euro. Mehr als 1500 Arbeitsplätze sind hier von der Branche abhängig.

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