Studie : Hamburg ist Deutschlands Stau-Hauptstadt

27 Minuten steht ein Auto im Durchschnitt in Hamburg im Stau. Damit ist die Elbmetropole die Stadt mit den meisten und längsten Staus.

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14. Juli 2012, 09:47 Uhr

Hamburg | Bei dieser Nachricht werden etliche Autofahrer in Hamburg sagen: Wusste ich doch! Laut einer Studie des Navigationsgeräteherstellers TomTom ist die Elbmetropole Deutschlands Stauhauptstadt. Auf Basis von Millionen freiwilliger Bewegungsdaten hat das Unternehmen ermittelt, dass Autofahrer in Hamburg wegen Staus tagsüber im Schnitt 27 Prozent mehr Zeit brauchen als bei freien Straßen zur Nachtzeit. Im morgendlichen Berufsverkehr beträgt der Wert sogar 49 Prozent, abends 42 Prozent. Durchschnittlich verwandeln sich Fahrzeuge auf Hamburgs Straßen in der Rushhour pro Stunde für 27 Minuten in Stehzeuge.
Daten aus 31 europäischen Großstädten hat TomTom ausgewertet. Negativspitzenreiter ist Polens Hauptstadt Warschau, in der Fahrten tagsüber 42 Prozent länger dauern. Es folgen Marseille (41 Prozent), Rom und Brüssel (je 34) sowie Paris (32). Hamburg belegt europaweit Rang zehn. Ein ähnlich zähes Vorankommen gibt es hierzulande in Köln und Berlin, in denen sich Fahrten tagsüber um je 26 Prozent verlängern. Relativ flott fährt es sich dagegen in Bern (acht Prozent), Valencia (14), Amsterdam sowie im östlichen Ruhrgebiet (je 15). Das Unternehmen spricht vom "weltweit genauesten Verkehrsbarometer im städtischen Raum". Die Erhebung basiere auf den tatsächlich gefahrenen Zeiten und umfasse das gesamte Straßennetz einer Stadt.
Überraschung für alle Elbtunnel-Stauopfer: Unterteilt nach Straßentypen schneiden die Autobahnen noch am besten ab. Dort sind die Zeitverluste durch Staus nur etwa halb so hoch wie auf den anderen Straßen.

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