Wahl 2015 : Hamburg: FDP-Kandidatin Suding hofft auf sieben Prozent

Katja Suding kandidiert für die FDP in Hamburg.
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Katja Suding kandidiert für die FDP in Hamburg.

Bisher sorgte sie vor allem mit ihrem Wahlplakat für Furore: Katja Suding gibt sich vor der Bürgerschaftswahl in Hamburg optimistisch.

shz.de von
04. Januar 2015, 12:12 Uhr

Hamburg/Berlin | Selbstbewusst trotz mieser Umfragen: Die Hamburger FDP-Spitzenkandidatin Katja Suding will bei der Wahl in der Hansestadt am 15. Februar um die sieben Prozent holen. „Ich möchte unser Ergebnis von 2011 verbessern“, sagte Suding am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

Vor vier Jahren war es der PR-Expertin gelungen, die FDP mit 6,7 Prozent und neun Abgeordneten wieder zurück in die Hamburger Bürgerschaft zu bringen. Derzeit sehen Umfragen die Hamburger FDP aber bei nur zwei Prozent. Einige Wähler dürften auch zur sozialliberalen Partei Neue Liberale abwandern, die sich von der FDP abgespalten hatte.

Suding lässt sich davon nicht verunsichern: „Wir sind gute Wahlkämpfer.“ Auch vor vier Jahren habe die FDP wenige Wochen vor der Wahl deutlich unter fünf Prozent gelegen. „Am Wahltag waren es dann knapp sieben.“ Die FDP wolle dort punkten, wo die SPD in Hamburg schwach sei: Bildung, Verkehr, soziale Marktwirtschaft mit soliden Finanzen, betonte die 40-Jährige, die bei einem Wahlerfolg auf eine Koalition mit der SPD hofft. Die Sozialdemokraten regieren Hamburg seit 2011 allein. 

„Alles deutet darauf hin, dass Olaf Scholz ab Februar einen Koalitionspartner braucht“, meinte Suding. Die Wähler könnten zwischen einer Koalition mit den Grünen, die in der Vergangenheit wichtige Infrastrukturprojekte ausgebremst hätten, oder der Neuauflage eines sozialliberalen Bündnisses wählen. „Wenn eine Koalition mit der SPD möglich ist, die eine deutliche liberale Handschrift trägt, dann sind wir dazu bereit“, sagte Suding, die auch FDP-Bundesvize ist. Als Schicksalswahl sieht sie die Abstimmung in Hamburg nicht. „Jede Landtagswahl ist wichtig, und ein Erfolg in Hamburg kann die Trendwende für die gesamte FDP einleiten. Entscheidend für die Freien Demokraten wird aber die Bundestagswahl 2017 sein.“

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