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Hamburg: CDU braucht neues Spitzen-Personal

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Hamburger CDU muss sich nach dem schlechten Abschneiden bei der Bürgerschafts-Wahl neu aufstellen. Hauptthema bei einem Kleinen Parteitag am Donnerstagabend war der Doppelrücktritt an der Parteispitze: Nach Parteichef Marcus Weinberg hatte auch der bisherige Fraktionschef Dietrich Wersich seinen Rückzug aus seinem Amt erklärt. „Ich bin froh, wenn sich ein anderer oder eine andere findet, der oder die den Karren weiterzieht“, sagte Wersich. Wersich war als Spitzenkandidat mit der Elb-Union auf 15,9 Prozent gestürzt, ein Allzeittiefstwert. Er kündigte an, sein Mandat zwar anzunehmen, aber nicht den Fraktionsvorsitz anzustreben. Als eine der Hauptursachen für das Wahldebakel nannte er die Nachwirkungen der 2010 gescheiterten schwarz-grünen Koalition. Im Wahlkampf sei er immer wieder von Hamburgern auf die Themen Elbphilharmonie, HSH Nordbank-Krise und fehlenden Wohnungsbau angesprochen worden. Zugleich räumte er Fehler in seiner Zeit als Oppositionsführer und in der Wahlkampagne ein. Der gescheiterte Bürgermeisterkandidat warnte seine Partei allerdings vor einem Rechtsruck. SPD-Bürgermeister Olaf Scholz stehe thematisch „so tief im Feld der CDU“, dass dies allein keinen Erfolg verspreche. Zuvor hatte Weinberg die Wahlkampfstrategie der CDU als falsch bezeichnet. „Wir hätten den beliebten Bürgermeister viel offener angreifen müssen.“ Die Union habe es an Profil und Angriffslust in den Bereichen Innere Sicherheit und Wirtschaftspolitik gefehlt.

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