Blutige Verfolgungsjagd durch Veddel : Hamburg: 29-Jähriger sticht auf Ehefrau ein

In Hamburg-Veddel verletzt ein Mann seine Ehefrau lebensgefährlich. Passanten eilen ihr zur Hilfe.

shz.de von
22. Mai 2015, 13:58 Uhr

Hamburg | Im Hamburger Stadtteil Veddel ist eine 29-Jährige am Donnerstag durch ihren Ehemann lebensgefährlich verletzt worden. Das berichtet die Polizei am Freitag. Der 29-jährige Tatverdächtige soll in einem Streit auf seine Frau eingestochen haben. Die Staatsanwaltschaft Hamburg und die Mordkommission haben die Ermittlungen aufgenommen.

Die bereits verletzte Frau klopfte nach dem Streit hilfesuchend an der Tür einer Nachbarin. Als diese öffnete, sackte die 29-Jährige im Hausflur zusammen. Der Ehemann, der ihr offenbar gefolgt war, attackierte sie erneut mit einem Messer, bis die resolute Nachbarin dazwischenging. Die schwer verletzte Frau nutzte die Gelegenheit, um erneut vor dem Angreifer in ein nahegelegenes Vereinsheim zu fliehen und wurde dabei wiederum von ihrem Ehemann verfolgt. Als Passanten der Frau zu Hilfe eilten, ließ der 29-Jährige von seinem Vorhaben ab und übergab einem Zeugen das Messer. Anschließend ging er zurück in die Wohnung der Nachbarin, wo er sich widerstandslos festnehmen ließ.

In der Wohnung der Eheleute fanden Beamte deren knapp fünf Monate altes Kind. Das Mädchen ist inzwischen bei Angehörigen untergebracht. Das Opfer wurde mit lebensgefährlichen Stichverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Nach einer Notoperation besteht inzwischen keine Lebensgefahr mehr. Auch der Tatverdächtige musste wegen einer Schnittverletzung im Krankenhaus behandelt werden. Am Freitag wird der Mann einem Haftrichter vorgeführt.

Blaulichtmonitor

Was ist der Blaulichtmonitor?

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert