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Neue Attraktion : Hafen-Gangs schmuggeln im Hamburg Dungeon

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Besucher wird Teil der Hamburger Geschichte, Teil der Gang. Rein ins Boot und los geht’s. Die Aufgabe: Gestohlene Ware durch den Hamburger Hafen schmuggeln. Das Hamburg Dungeon erweitert seine Show.

shz.de von
erstellt am 15.Apr.2014 | 16:26 Uhr

Hamburg | Es ist das Jahr 1888. In Hamburg gehen Schmugglerbanden um, die sich als Hafenarbeiter tarnen und die Elbe unsicher machen. Die sogenannten Hafen-Gangs sind in der Speicherstadt los. Gewürze, Kaffee, Tee, Tabak: Kleine Pakete sollen über das Wasser geschmuggelt werden. Die Gäste des Hamburg Dungeon werden Teil der Schmuggler-Gang. Sie nehmen die Ware in Empfang und werden dann auf ein 6er-Boot geführt. Eine düstere Bootsfahrt durch den Hamburger Hafen beginnt: vorbei an authentischen Häuserfassaden des 19. Jahrhunderts und skurrilen Szenen und Gestalten. Immer wieder tauchen Schauspieler während der Fahrt auf und unterhalten die Gäste. „Hafen-Gangs“ ist eine Mischung aus Show und Fahrgeschäft. Sie ist ab Donnerstag fester Bestandteil der 13-teiligen Dungeon-Tour in der Speicherstadt.

Im Sommer vergangenen Jahres entschieden die Besucher des Dungeon in einer Befragung, dass „Schmuggel“ das Thema der neuen Attraktion sein soll. Einmal im Jahr ergänzt das Gruselkabinett seine Show um einen neuen Bereich. „Das Thema lag historisch auf der Hand“, erklärt Betriebsleiterin Miriam Wolframm. „Wir setzen nur Themen um, die auch wirklich passiert sind und das vor mehr als 100 Jahren.“ Der Schmuggel hat im Hafenmilieu der Hansestadt historische Tradition. „Gerade im 19. Jahrhundert nutzen Schauer- und Schiffsleute den Verbund von Hafen Gangs, um als Teilzeit-Schmuggler ihre Tagelöhner-Gehälter aufzubessern“, erklärt Wolframm. Doch auf das Vergehen standen hohe Geld- und Haftstrafen. „Wir haben uns entschieden, dass wir uns auf das Katz-Maus-Spiel zwischen Schmuggler und Zollfahnder fokussieren“, so Wolframm. Zwei Schauspieler unterhalten das Publikum vor, während und nach der Fahrt und sollen ihnen das Gefühl geben, dass sie jede Minute auffliegen.

Neu ist die Wasserbahn nicht. Es handelt sich um die „alte Wasserbahn“-Kulisse, die zur Show „Sturmflut 1717“ gehörte. Sechs Wochen lang wurde die alte Attraktion ausgebaut und nach und nach die neue Wasserbahn eingebaut und mit einem neuen Antrieb versehen. Auf den insgesamt 250 Quadratmetern wurde ein halbes Jahr gearbeitet. In liebevollen Details hat das Hamburg Dungeon sein neues Fahrgeschäft gestaltet. Holzfässer, Säcke und Gitter am Hafenrand sorgen für eine realistische Kulisse. Katzen und Ratten sitzen auf den Gegenständen, während die Besucher auf dem Boot durch das 60 Meter lange Wasserbecken gefahren werden. Sieben Minuten dauert die Fahrt durch den künstlichen Elbkanal. Insgesamt zehn Spezialeffekte kommen zum Einsatz, darunter Audio- und visuelle Effekte, Wettereffekte und Schießereien. Und am Ende wartet ein Sturz ins Dunkle.

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