Katzenfell in Bommeln : Händler nehmen Mützen aus dem Sortiment

In China wurde offenbar Katzenfell in der Textilindustrie verarbeitet.
In China wurde offenbar Katzenfell in der Textilindustrie verarbeitet.

Die Drogeriemarktkette Müller und die Modefirma Tom Tailor haben Strickmützen aus dem Sortiment genommen, in denen angeblich Katzenfell verarbeitet wurde.

shz.de von
08. Januar 2014, 15:27 Uhr

Das teilten die Unternehmen am Mittwoch in Ulm und Hamburg mit. Grund seien Untersuchungen der Tierschutzorganisation Animals' Liberty. Die Kunstpelzbommel der Mützen seien nachweislich aus Katzenfell aus China gefertigt worden, hatten die Tierschützer erklärt. Die Unternehmen verstießen deswegen gegen das EU-weite Importverbot für Haustierfelle.

Müller und Tom Tailor haben nach eigenen Angaben inzwischen Laboruntersuchungen der Mützen in Auftrag gegeben. Erste Ergebnisse werden in den kommenden Tagen erwartet.

Die Ulmer Drogeriemarktkette kündigte darüber hinaus rechtliche Schritte gegen den Lieferanten der Kopfbedeckungen an, sollten die Untersuchungen die Vorwürfe von Animals' Liberty bestätigen. Die Mützen seien nicht direkt in China bestellt, sondern bei einem deutschen Textillieferanten geordert worden. Das Modelabel Tom Tailor dagegen hält sich mit Auskünften bedeckt. Derzeit würde die Lieferkette der Mützen überprüft, sagte ein Sprecher. Ob die beiden Unternehmen die Mützen beim selben Lieferanten bestellt hatten, war zunächst unklar.

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