1000 waren angekündigt : Guttenberg-Fans blieben zu Hause

'Junge komm bald wieder': Pro-Guttenberg-Demonstration auf dem Hamburger Gänsemarkt. Foto: Wüst
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"Junge komm bald wieder": Pro-Guttenberg-Demonstration auf dem Hamburger Gänsemarkt. Foto: Wüst

Von den angekündigten 1000 Guttenberg-Fans kam nur ein Bruchteil zur Demonstration für den Ex-Verteidigungsminister nach Hamburg.

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07. März 2011, 12:07 Uhr

Er bewegt die Gemüter, bleibt ein Medienstar, zumindest im Internet – gestern nun sollte sein Tag auf der Straße sein. Tausende wollten für ein Comeback von Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) demonstrieren, der wegen der Plagiats-Affäre um seine Doktorarbeit von allen Ämtern zurückgetreten ist. Doch nur in seinem bayerischen Heimatort gelang dies.
In Hamburg, Frankfurt, Köln und Berlin und anderen Städten waren die Demos dagegen ein großer Flop. In Berlin versammelten sich statt der erwarteten 1000 Fans nur ein paar Dutzend Spötter vor dem Brandenburger Tor. Sie trugen Plakate mit Aufschriften wie "Jetzt oder nie: Monarchie" oder "Gutti for Kaiser". Einzelne Unterstützer des CSU-Politikers konnten sich gegen die lautstarke Spott-Demo nicht durchsetzen.

Auf dem Hamburger Gänsemarkt zählte die Polizei 350 Fans und 150 Gegen-Demonstranten, die auf Plakaten unter anderem "Schluss mit den Doktorspielchen" forderten. Die Veranstalter – die Junge Union Geesthacht – hatte mit 1000 Unterstützern gerechnet.
In Frankfurt am Main standen 80 Guttenberg-Anhänger etwa 25 Kritikern gegenüber, in Köln verlangten 50 überwiegend älterer Demonstranten eine Rückkehr des Ex-Ministers.
Zu den Sympathie-Kundgebungen hatte die Facebook-Gruppe "Wir wollen Guttenberg zurück" aufgerufen. Bis gestern Morgen wurde der Link "Gefällt mir" 570.000 Mal angeklickt. Inwieweit es sich um echte "Unterstützer" handelt, ist aber offen.

(rtn, shz)

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