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Gefährlicher Alltag : Gewalt an Schulen in Hamburg steigt

vom

1103 Mal schlugen Schüler in Hamburg im vergangenen Jahr zu - mehr als in den Schuljahren zuvor. Auch Sexualdelikte sind aktenkundig. Die CDU im Senat hält diese Zahlen für alarmierend.

shz.de von
erstellt am 10.Sep.2013 | 16:51 Uhr

Die Zahl der Gewalttaten an Hamburgs Schulen ist erneut gestiegen. Wie die Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage des familienpolitischen Sprechers der CDU-Fraktion, Christoph de Vries, ergab, erhöhte sich deren Zahl im vergangenen Schuljahr um 13,4 Prozent auf 1103 Taten. Im Vergleich zur erstmaligen Erhebung im Schuljahr 2009/2010 habe sich die Zahl der gemeldeten Gewaltvorfälle auf Hamburgs Schulhöfen damit mehr als verdoppelt, erklärte de Vries am Dienstag.

Den stärksten Anstieg mit 46,8 Prozent habe es im Bezirk Wandsbek gegeben. Dort seien zudem sechs schwerste Straftaten wie Mordversuch oder versuchter Totschlag gemeldet worden. Mit Abstand an der Spitze liege jedoch der Bezirk Mitte, wo zudem elf Sexualdelikte aktenkundig geworden seien. Einen deutlichen Rückgang verzeichnete der Bezirk Eimsbüttel. Rund 90 Prozent aller Gewaltvorfälle von Schubsereien bis hin zu schweren Straftaten (971) ereigneten sich laut de Vries an Grund- und Stadtteilschulen.

Für den CDU-Familienexperten sind die Ergebnisse alarmierend. „Sie belegen, dass Gewalt an Hamburgs Schulen längst zum Schulalltag gehört.“ Der SPD-Senat habe mit „seiner Verharmlosungsstrategie und Ablenkungsmanövern in der Vergangenheit Schulen wie auch potenziellen Opfern von Gewaltdelikten einen Bärendienst erwiesen“. Besonders fatal sei dabei die Reduzierung präventiver Maßnahmen an den Schulen.

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