zur Navigation springen

1:1 gegen Greuther Fürth : Geschafft! HSV bleibt in der Bundesliga

vom

Die Bundesliga-Uhr im HSV-Stadion darf weiter ticken: Der HSV hat in Fürth den Klassenerhalt erkämpft - äußerst knapp. Stürmer Lasogga gelang der entscheidende Treffer, Trainer Slomka spricht von Demut.

Der Hamburger SV hat sich nach einer Katastrophen-Saison noch zu einem Happy End gezittert und bleibt auch im 52. Bundesliga-Jahr erstklassig. Durch ein dramatisches 1:1 (1:0) im Relegations-Rückspiel beim Zweitliga-Dritten SpVgg Greuther Fürth verhinderten die zumindest kämpferisch verbesserten Hanseaten am Sonntag im letzten Moment den erstmaligen Sturz in die Fußball-Zweitklassigkeit. Nach der Nullnummer in der ersten Partie drei Tage zuvor blieb der HSV nur aufgrund des Auswärtstores in der Beletage. „Wir haben das ganze GIück aufgebraucht. Davon können wir in der nächsten Saison nichts mehr benutzen“, sagte HSV-Trainer Mirko Slomka in der ARD. Er spüre „ganz, ganz viel“ Demut. „Das war meine härteste Zeit als Trainer“, sagte er beim Sender sky über die vergangenen Wochen. Sein SpVgg-Kollege Frank Kramer war indes geknickt: „Das tut unheimlich weh. Für die Mannschaft tut es mir leid. Sie hat sich nicht belohnt. Wir haben eine tolle Saison gespielt.“ 

Pierre-Michel Lasogga sicherte sich mit seinem Treffer in der 14. Minute einen Eintrag im HSV-Geschichtsbuch. Doch sorgte er nach dem Schlusspfiff mit seinem provozierenden Jubel vor der Fürther Bank für einigen Aufruhr. Außer ihm wurde auch Torwart Jaroslav Drobny mit zahlreichen Paraden in der spannenden Schlussphase zum Helden. „Er ist ein richtig toller Typ. Er war sensationell gut“, lobte Slomka. Damit sind die Hamburger weiterhin der einzige Club, der seit der Einführung der Bundesliga 1963 ununterbrochen erstklassig ist. Den Franken reichte das Tor von Stephan Fürstner (59.) nicht. Sie verpassten trotz zweier Duelle auf Augenhöhe ihren zweiten Bundesliga-Aufstieg nach 2012, spielen kommende Saison weiter in der 2. Liga und treffen dann auch auf den Lokalrivalen und Erstliga-Absteiger 1. FC Nürnberg. 17.500 Zuschauer - darunter etwa 2000 HSV-Fans - sahen in der ausverkauften Trolli Arena einen nervösen Beginn von beiden Teams.

Nach knapp einer Viertelstunde hatten die Gäste die erste große Möglichkeit. Erst traf Hakan Calhanoglu aus 20 Metern nur den Pfosten, im Nachsetzen scheiterte Marcell Jansen am Ex-HSV-Keeper Wolfgang Hesl. Nach dem anschließenden Eckball durch Rafael van der Vaart war Fürths Kapitän aber gegen den Kopfball von Lasogga machtlos. Die Hamburger kontrollierten in der Folgezeit das Spiel, zeigten aber immer wieder, wie anfällig ihre Defensive ist. Die Gastgeber konnten aber zunächst kein Kapital herausschlagen.

In der 28. Minute dann ein Schreckmoment für den HSV: Nach einem Kopfballduell mit Fürths Ilir Azemi blieb Verteidiger Johan Djourou liegen. Der Hamburger musste nach einer langen Behandlung auf dem Platz ins Krankenhaus gebracht werden. Nach Aussage von HSV-Manager Oliver Kreuzer in der Halbzeitpause soll sich Djourou eine Halswirbelverletzung zugezogen haben. Ein genaue Diagnose stand zunächst aus.

Die Hamburger verdauten den Schreck recht schnell. Der stets gefährliche Lasogga (35.) hätte sogar noch auf 2:0 erhöhen können, scheiterte aber an Hesl. Von den im Hinspiel noch erfrischend aufspielenden Franken war nur wenig zu sehen. Azemi (40.) hatte noch die beste Möglichkeit, verzog aber knapp. Sekunden vor dem Pausenpfiff verfehlte Tom Weilandt das Ziel.Nach dem Wechsel kämpften sich die Gastgeber mehr und mehr in die Partie. Nur noch einmal sorgte Lasogga (52.) mit einem Kopfball aus kurzer Entfernung für große Gefahr, erneut war Hesl zur Stelle. Mit ihrer ersten Gelegenheit in Halbzeit zwei schafften die Fürther den Ausgleich nach schöner Kombination durch Fürstner (59.) - ihre Fans verwandelten das Stadion in ein Tollhaus.

Für den HSV und seine Fans - rund 20 000 sahen die Übertragung auf der Großbildleinwand in der heimischen Arena im Volkspark - begann das große Zittern. Fürth bemühte sich, kämpfte, machte Druck, doch immer wieder fehlte der letzte Pass.Die Hamburger hielten dagegen. In den letzten zehn Minuten standen die Gäste nur im und am eigenen Strafraum. Vor allem Schlussmann Jaroslav Drobny erwies sich in dieser Phase wie schon am Donnerstag als starker Rückhalt und Ersatz für den an einem Bandscheibenvorfall laborierenden René Adler.

zur Startseite

von
erstellt am 18.Mai.2014 | 19:07 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen