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Bürgerschaftswahl 2015 : Geringe Wahlbeteiligung bei Hamburg-Wahl

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Die Wahl in Hamburg läuft schleppend an. Die Spitzenkandidaten gaben aber ihre Stimme ab - und ließen sich ablichten.

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erstellt am 15.Feb.2015 | 13:10 Uhr

Hintergründe, Prognosen, Ergebnisse zur Bürgerschaftswahl finden Sie unter shz.de/hamburgwahl2015.

Die Bürgerschaftswahl in Hamburg ist am Sonntag schleppend angelaufen. 38,5 Prozent der Wahlberechtigten gaben bis 14.00 Uhr ihre Stimme ab, sagte ein Sprecher des Landeswahlamts. Das waren deutlich weniger als zum gleichen Zeitpunkt vor vier Jahren (43,2 Prozent). Bei der Wahl 2011 war die Gesamtbeteiligung mit 57,8 Prozent auf einen historischen Tiefstwert für Hamburg gefallen. Basis für die erste Einschätzung vom Sonntag waren zwölf Wahllokale, in denen die Beteiligung anhand der Wählerlisten ausgezählt wurde.

Rund 1,3 Millionen Bürger waren aufgerufen, über die Zusammensetzung des Landesparlaments für die kommenden fünf Jahre und über die Landesregierung entscheiden. Erstmals durften auch 16- und 17-Jährige mitwählen.

Die Spitzenkandidaten ließen sich am Morgen bei ihrer Stimmabgabe ablichten. Bürgermeister Olaf Scholz kam Händchen haltend mit seiner Frau, Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Britta Ernst, in sein Wahllokal in die Staatliche Gewerbeschule Energietechnik. Er gab seine zehn Stimmen binnen weniger Minuten ab. Es sei ja auch nicht schwer gewesen, sagte er: „Es kann sich jeder vorstellen, was ich gewählt habe. Ich habe einfach nur die Kreuze bei der SPD gemacht.“ Er habe das Gefühl, dass die SPD gut abschneiden werde. „Ich merke das auch, wenn ich unterwegs bin. Gestern bin ich noch an der Elbe spazieren gegangen. Danach muss das Wahlergebnis sensationell werden.“ Meinungsforscher sagten der SPD zuletzt bis zu 47 Prozent voraus.

Hamburg-Wahl 2015 Olaf Scholz
Foto: dpa

Hamburgs CDU-Spitzenkandidat Dietrich Wersich. Kam alleine in sein Wahllokal in den Bugenhagen-Schulen im Stadtteil Alsterdorf. Vor der Tür unterhielt er sich mit seiner Pressesprecherin Julia Thiel. „Sechs Wochen Straßenwahlkampf - das ist schon eine Freude, wenn das vorbei ist“, sagte Wersich. Zu einer möglichen herben Niederlage seiner Partei wollte er sich nicht äußern. Umfragen sahen die Christdemokraten zuletzt nur noch bei 17 Prozent. Bei der Wahl 2011 war die CDU mit 21,9 Prozent auf ein historisches Tief abgerutscht.

Hamburg-Wahl 2015 Dietrich Wersich
Foto: dpa

Auch die Grünen-Spitzenkandidatin Katharina Fegebank steckte ihre Wahlunterlagen in die Urne.

Hamburg-Wahl 2015 Katharina Fegebank
Foto: dpa

FDP-Spitzenkandidatin Katja Suding zeigte sich bei ihrer Stimmabgabe für die Bürgerschaftswahl optimistisch. „Wir können uns Hoffnungen machen“, sagte sie am Sonntag vor ihrem Wahllokal in Hamburg-Groß Flottbek. „Wir wollen unser Ergebnis verbessern und die Alleinregierung von Olaf Scholz beenden.“ Auf eine Prozentzahl für die FDP wollte sie sich nicht festlegen. Umfragen sahen die Liberalen zuletzt bei fünf bis sechs Prozent.

Hamburg-Wahl 2015 Katja Suding
Foto: dpa

Und auch der Spitzenkandidat der AfD, Jörn Kruse, gab seine Stimme ab. Der 66-Jährige kam gegen 10.30 Uhr ohne Begleitung zu Fuß in sein Wahllokal in Hamburg-Eppendorf. Er warf seinen Stimmzettel in die Wahlurne, äußerte sich vor den Medienvertretern aber nicht. Kruse steht auf Listenplatz eins der rechtskonservativen Partei. Die AfD kann Umfragen zufolge mit fünf bis sechs Prozent rechnen - und hofft damit auf ihren ersten Sprung in ein westdeutsches Landesparlament.

Hamburg-Wahl 2015 Jörn Kruse
Foto: dpa
 
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