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Flugzeugunglück im Hamburger Hafen : Geldstrafe für Unfallpiloten

vom

Ein Flugzeugunglück im Hamburger Hafen sorgte vor vier jahren für Entsetzen: Ein Wasserflugzeug überschlug sich bei der Landung. Zwei Passagiere starben. Der Pilot muss eine Geldstrafe zahlen.

shz.de von
erstellt am 30.Okt.2013 | 19:39 Uhr

Im Zusammenhang mit dem Flugzeug-Unglück im Hamburger Hafen, bei dem vor vier Jahren zwei Passagiere starben, ist der Pilot im Berufungsprozess vor dem Landgericht zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Wegen zweifacher fahrlässiger Tötung muss der 46-Jährige 180 Tagessätze à 30 Euro - insgesamt also 5400 Euro - zahlen, wie eine Gerichtssprecherin am Mittwoch sagte. In erster Instanz hatte das Amtsgericht gegen den Piloten der Cessna T 208H eine neunmonatige Haftstrafe auf Bewährung verhängt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Unfall im Hamburger Hafen hatte im August 2009 für Entsetzen gesorgt: Das Wasserflugzeug hatte sich bei der Landung überschlagen und trieb kopfüber im Hafenbecken. Die Kabine mit den beiden Passagieren lief voll Wasser. Immer wieder war der Pilot unter Wasser getaucht, um die 54 Jahre alte Touristin und ihren drei Jahre älteren Mann zu finden. Die Eheleute aus Ganderkesee bei Bremen starben später im Krankenhaus. Im Prozess gab der Pilot laut Medienberichten zu, nach einem Tankstopp am Flughafen Fuhlsbüttel das Fahrwerk für eine Wasserlandung nicht eingefahren zu haben.

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