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Polizeigewerkschaf in Hamburg : GdP-Chef Gerhard Kirsch und die „Denunzianten“

vom
Aus der Onlineredaktion

Zu schnell im Auto unterwegs, nicht angeschnallt, Handy am Ohr - und das als Polizist. Kirsch steht in der Kritik.

shz.de von
erstellt am 22.Sep.2015 | 10:58 Uhr

Hamburg | Gerhard Kirsch, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Hamburg, hat sich Fehltritte geleistet - und jetzt ein ernstes Problem. Der 51-Jährige soll im August in eine Radarfalle an der Stresemannstraße in Hamburg gefahren sein - zu schnell, nicht angeschnallt, mit Telefon am Ohr. Das berichtete die Hamburger Morgenpost am Wochenende. Am Montag schrieb die Zeitung dann über Fauxpas Nummer zwei: Kirsch habe in den Räumen der Polizeiakademie eine Tür „zertrümmert“.

Gerhard Kirsch wittert eine Kampagne gegen sich und äußert sich öffentlich. Auf Facebook schrieb er: „Ich bin nur ein Mensch.“ Er erklärte seine Fehltritte so: „Ich habe gegen die Straßenverkehrsordnung verstoßen - dafür trage ich selbstverständlich die Konsequenzen - natürlich darf man sich als Polizeibeamter nicht so verhalten, aber es ist passiert - da gibt es keine Ausreden. Ich werde deshalb auch einen Betrag - mindestens in Höhe des Bußgeldes, zusätzlich an unfallgeschädigte Kinder spenden.“

Gegen die Darstellung, er habe eine Tür zertrümmert, wehrt sich Gerhard Kirsch in dem sozialen Netzwerk. Jemand habe das Türschloss manipuliert und unbrauchbar gemacht. Der Vorgang sei mit dem Leiter der Akademie „einvernehmlich und belegbar geregelt“ worden.

Kirsch schreibt über „Denunzianten, die meine Person mit allen Mitteln und feige erledigen wollen.“ Sollen sie mich angreifen, sollen sie sich an ihrer Gemeinheit ergötzen, sollen sie meine Ehre und Würde verletzen, sollen sie mich weiter denunzieren, beleidigen und verraten: Aufgeben werde ich nicht!“

Nach Informationen des Hamburger Abendblatts sollen sich drei der vier Stellvertrer Kirschs gegen den GdP-Vorsitzenden positioniert haben und wollen einen Vorsitzenden aus ihren Reihen durchsetzen.

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