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"Tag der Legenden" : Fußball-Promis erspielen rund 260.000 Euro

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Michael Ballack freute sich auf das „Klassentreffen“ am Millerntor - und war damit nicht allein. Beim „Tag der Legenden“ traf sich das „Who Is Who“ des deutschen Fußballs, um für den guten Zweck die Kickschuhe zu schnüren.

shz.de von
erstellt am 08.Sep.2013 | 09:28 Uhr

Hamburg | Tore, Tricks und tolle Stimmung: Angeführt von Formel-1-Rekordchampion Michael Schumacher haben dutzende Fußball-Oldies beim „Tag der Legenden“ alte Klasse demonstriert und das Hamburger Publikum begeistert. Bei der neunten Auflage des Benefizspiels setzte sich das Team Hamburg am Sonntag gegen die von Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer trainierte Deutschland-Auswahl mit 4:3 (4:2) durch. „Das ist ein Event, das sich mächtig entwickelt hat“, sagte Schirmherr Schumacher. „Das imponiert mir sehr.“ 

Auf eine Demonstration von Schumachers Fähigkeiten mit dem Ball mussten die rund 25 000 Zuschauern im gut gefüllten Millerntor-Stadion bis Mitte der zweiten Halbzeit warten. Dann wechselte ihn Sammer ein. Und prompt war es Schumacher, nach eigener Aussage „einigermaßen fit“, der mit seiner Vorarbeit zum späten Anschlusstreffer durch Alexander Zickler die am Ende erfolglose Aufholjagd der Deutschland-Auswahl einläutete.

Vor toller Kulisse war der ehemalige St.-Pauli-Angreifer Marius Ebbers bei Hamburger Schietwetter mit zwei Treffern erfolgreichster Torschütze - und dies obwohl in der gegnerischen Auswahl etliche Welt- und Europameister aufliefen. „Es ist wie eine Art Klassentreffen, wenn man hierherkommt. Das ist toll“, brachte der frühere DFB-Kapitän Michael Ballack die Stimmung auf den Punkt. Der Charity-Gedanke stehe aber natürlich über allem.

Und auch diesbezüglich konnte Initiator Reinhold Beckmann sehr zufrieden sein. Geschätzte 260 000 Euro kann er nach der Befeniz-Veranstaltung über den Verein NestWerk Jugendlichen aus benachteiligten Hamburger Stadtteilen zukommen lassen. Einen Wunsch hat sich der TV-Moderator aber noch nicht erfüllt, wie Beckmann scherzhaft anmerkte: „Ich habe immer die Hoffnung, irgendwann in zehn Jahren spielt hier dann auch mal Lionel Messi.“ 

Anders als im Vorjahr - damals gewann Team Deutschland mit 2:1 - zeigten sich diesmal die mit Weltpokalsiegerbesiegern (FC St. Pauli) und Europapokalchampions (Hamburger SV) gespickten Lokalmatadoren etwas treffsicherer. Nach erfolgreichem Zusammenspiel von Michél Dinzey und Sergej Barbarez war es Ebbers per Doppelpack, der schon in den ersten zehn Minuten zum frühen 3:0 und damit für die Vorentscheidung sorgte.

Neben feinen Kombinationen und herrlichen Treffern kam der Spaß nicht zu kurz. So kutschierte Schumacher mit dem Kart HSV-Kultmasseur Hermann Rieger über den Rasen, damit dieser die „Verletzten“ behandeln konnte. Und kurz nach Wiederanpfiff stand plötzlich HSV-Legende Uwe Seeler auf dem Rasen, der zwar nicht mitkickte, aber dennoch mit „Standing Ovations“ und „Uwe, Uwe“-Rufen gefeiert wurde.

Wermutstropfen am Rande: Bei einem Zusammenprall mit Dinzey brach sich der frühere HSV-Torhüter Claus Reitmaier die Nase. Dies wurde nach Abpfiff bekanntgegeben.

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