"Zomia" : Friedlicher Abzug oder Krawall?

Er stand am Donnerstag schon kurz vor der Räumung: der Bauwagenplatz "Zomia". Doch die Besetzer haben ein weiteres Wochenende Zeit gewonnen.

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18. November 2011, 09:02 Uhr

Hamburg | Die Zukunft des Bauwagenplatzes "Zomia" in Wilhelmsburg wird zum Wettlauf gegen die Zeit. Nachdem das Oberverwaltungsgericht den Eilantrag eines Bewohners gegen die Räumungsverfügung endgültig abgeschmettert hatte, sah es Donnerstag schon nach Showdown zwischen Besetzern und Polizei aus. Der Bezirksamtsleiter Mitte, Markus Schreiber (SPD), forderte die 15 Besetzer auf, bis zum Mittag abzuziehen, sonst werde geräumt. Daraufhin spielten die "Zomianer" ihren letzten Trumpf und wandten sich an den Eingabenausschuss der Bürgerschaft. Der wird sich frühestens Montag mit dem Fall befassen, bis dahin gilt Friedenspflicht.
Dass der Ausschuss den Räumungsbeschluss kippt, gilt zwar als ausgeschlossen. Immerhin ist aber Zeit gewonnen, doch noch eine einvernehmliche Lösung zu finden. Die könnte am ehesten im Bezirk Altona liegen, dessen rot-grüne Koalition die "Zomia"-Gruppe aufnehmen möchte und mit Hochdruck nach einer Fläche sucht. Altonas SPD-Fraktionschef Thomas Adrian dämpfte allerdings die Zuversicht: "Ehrlich gesagt ist es schwer, über Nacht eine Lösung zu finden."

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