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Forschung : Fraunhofer-Gesellschaft bald dauerhaft in Hamburg?

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Der Hamburger Senat will die Fraunhofer-Gesellschaft dauerhaft in die Hansestadt holen - und damit als letztes Bundesland Mitglied der Gesellschaft werden.

shz.de von
erstellt am 23.Apr.2014 | 16:21 Uhr

Hamburg | Noch ist Hamburg das einzige Bundesland ohne eigenes Institut der renommierten Fraunhofer-Forschungsgesellschaft. Das werde sich noch in diesem Jahr ändern, hat Wissenschaftssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) gestern angekündigt. Gleich drei Forschungseinrichtungen an der Elbe sollen nach und nach zu Instituten der europaweit größten Organisation für Anwender-Forschung werden. „Damit kommen wir unseren Ziel, ein der Innovationshauptstädte Europas zu werden, ein ganzes Stück näher“, sagte Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos).

Die Fraunhofer-Gesellschaft wirkt mit ihren 67 Instituten als Katalysator zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Ideen aus Hochschulen und Fachhochschulen werden auf Praxistauglichkeit getestet und reifen im Idealfall zu marktgängigen Projekten heran.

Hamburg werde sich dauerhaft an der von Bund und Ländern mitfinanzierten Gesellschaft beteiligen, so Stapelfeldt. Dafür habe die Stadt bereits rund sechs Millionen Euro investiert, weitere 6,5 Millionen sollen folgen. Zudem beteiligt sich die Hansestadt an der anteiligen Finanzierung der Fraunhofer-Gesellschaft, zunächst mit einem Jahresbeitrag von 550.000 Euro, der auf 850.000 anwachsen wird.

Bisher gibt es in Hamburg nur einen Fraunhofer-Ableger in der Aufbauphase. Das Zentrum für Maritime Logistik (CML) mit Sitz in Harburg betreibt Auftragsforschung für die maritime Wirtschaft. Unter anderem tüfteln die Fachleute dort an der Vision der menschenlosen Führung von Seeschiffen. Zum 1. Januar 2015 soll das CML dauerhafte Fraunhofer-Einrichtung werden, in Anbindung an das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik in Dortmund.

Ab Mitte 2014 werde auch der European Screening Port (ESP) mit Sitz in Bahrenfeld zur Fraunhofer-Gesellschaft gehören. Das Zentrum für moderne Wirkstoffforschung ist in der vorklinischen Medikamentenentwicklung tätig.  Ebenfalls zur Jahresmitte ist schließlich der Aufbau eines Anwendungszentrums „Leistungselektronik für Regenerative Energiesysteme" an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg geplant. Es soll eine Außenstelle des Fraunhofer-Instituts für Siliziumtechnologie in Itzehoe werden.

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