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Feuer in Hamburg : Flüchtlingsheim: Brandstiftung, aber kein Anschlag

vom

Wer hat die Matratze in der Unterkunft für minderjährige Flüchtlinge angezündet? Darüber rätselt die Polizei. Ein politisches Motiv schließen die Ermittler aus.

shz.de von
erstellt am 15.Apr.2015 | 13:13 Uhr

Hamburg | Das Feuer in einer Hamburger Unterkunft für minderjährige Flüchtlinge war nach Einschätzung der Ermittler Brandstiftung, aber kein Anschlag von außen. Der Brandstifter sei möglicherweise in den Reihen der Jugendlichen selbst zu suchen, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Bei dem Brand am Dienstagnachmittag waren alle 15 Bewohner unverletzt geblieben.

Das Feuer sei in einem unbewohnten Zimmer eines Containers ausgebrochen, sagte der Polizeisprecher. Dort sei eine Matratze angezündet worden. „Wir können aber noch nicht sagen, von wem.“

Sowohl Polizei als auch die Sozialbehörde betonten, die Behörden gingen nicht von einem Anschlag von außen aus. Das Gelände der Unterkunft in einem Industriegebiet im Stadtteil Hammerbrook sei von einem drei Meter hohen Zaun umgeben. Ein Wachmann kontrolliere den Eingang.

Es sei keine geschlossene Einrichtung, sagte der Sprecher der Sozialbehörde, Marcel Schweitzer. Die Jugendlichen könnten das Gelände verlassen und bis 22 Uhr auch Gäste mit hereinbringen. Allerdings würden sie auf Drogen und Waffen untersucht.

Wenn Polizei und Feuerwehr ihre Arbeit abgeschlossen haben, sollen die beschädigten Container renoviert werden. Bis dahin sind die Jugendlichen im Hauptgebäude untergebracht. „Sie werden nicht verlegt“, sagte der Sprecher. Bei den Jugendlichen handle es sich vor allem um straffällig gewordene Flüchtlinge aus Nordafrika.

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