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Hamburg : Ex-Frau erstochen: Mann muss ins Gefängnis

vom
Aus der Onlineredaktion

Er lauerte seiner Ex-Frau beim Putzen auf und stach sie mit einem Messer nieder. Die Staatsanwaltschaft forderte lebenslange Haft.

shz.de von
erstellt am 23.Sep.2014 | 14:37 Uhr

Hamburg | Eifersucht und verletzte Eitelkeit - das waren nach Überzeugung des Hamburger Landgerichts die Motive für die tödliche Messerattacke eines 41-Jährigen auf seine Ex-Frau. Zu neuneinhalb Jahren Haft wegen Mordes verurteilten die Richter den Mann deshalb am Dienstag. Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer lebenslange Haft wegen heimtückischen Mordes gefordert. Weil der Angeklagte sich jedoch freiwillig der Polizei stellte und nicht vorbestraft war, erließ das Gericht ein milderes Urteil.

Nach der Trennung von seiner Frau habe der Verurteilte an einer Depression gelitten und der Ex-Frau wiederholt den Tod angedroht, sagte der Vorsitzende Richter in seiner Urteilsbegründung. Im Juli 2013 wollte die 37-jährige Hamburgerin, die eine eigene Reinigungsfirma betrieb, sich demnach auch beruflich von ihrem Ex-Mann trennen. Bei gemeinsamen Reinigungsarbeiten war es dann nach Überzeugung des Gerichts zu der Bluttat im Stadtteil St. Georg gekommen. Der Verurteilte hatte seiner Ex-Frau in der Küche eines Bürogebäudes aufgelauert. Mit einem 20 Zentimeter langem Küchenmesser stach der Täter dreimal in Brust, Rücken und Bauch des Opfers.

Als die Frau blutend auf dem Boden lag, verständigte der Täter selbst die Rettungskräfte und wollte der Frau Erste Hilfe leisten. Nach drei Notoperationen in der Nacht starb die 37-Jährige am nächsten Morgen.

Der Mann gestand seine Tat noch vor Ort und wurde von der Polizei festgenommen. Wegen Suizidgefahr und einer Depression verbrachte der 41-Jährige seine Untersuchungshaft in der Psychiatrie. Die Urteilsverkündung hatte sich seit April 2014 verzögert. Die Verteidigung ging davon aus, dass die Ärzte bei der Behandlung der Frau Fehler gemacht hätten. Ein medizinischer Sachverständiger bestätigte jedoch, dass keine ärztlichen Behandlungsfehler zu dem Tod der Frau führten.

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