Proteste gegen Räumung : Erneute Ausschreitungen in Hamburg

Bei Protesten gegen die Zwangsräumung eines besetzten Hauses in Berlin ist es in Hamburg erneut zu Ausschreitungen gekommen. Ein Mann wurde festgenommen, 15 Menschen kamen in Gewahrsam.

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07. Februar 2011, 08:08 Uhr

Vor dem Rathaus in der Hansestadt setzten die Beamten am Freitagabend Schlagstöcke und Pfefferspray ein. Wie ein Polizeisprecher am Samstag berichtete, habe eine Gruppe versucht, gegen eine Polizeikette zu rennen. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand. Die Demonstranten randalierten den Angaben zufolge auch in den Stadtteilen St. Pauli und Altona. Ein Mann wurde festgenommen, 15 Menschen kamen in Gewahrsam.
Rund 250 Menschen waren am Freitagabend zunächst vom Gänsemarkt zum Rathaus gezogen. Dabei hätten Teilnehmer bereits versucht, Hindernisse auf die Straße zu ziehen und die Scheibe eines Juweliergeschäfts einzuwerfen, sagte der Polizeisprecher. Ein Mann habe eine Flasche gegen das Rathaus geworfen, Beamte nahmen den Verdächtigen fest. In der Mönckebergstraße stießen Randalierer Blumenkübel um und warfen Böller.
An der Hafenstraße warfen Demonstranten Böller
Kleine Gruppen seien anschließend in die Stadtteile St. Pauli und Altona gezogen, hieß es. An der Hafenstraße warfen Demonstranten Böller, an der Reeperbahn nahmen Polizisten fünf Vermummte in Gewahrsam. In Altona gingen sechs Schaufensterscheiben zu Bruch, zwei Glaswerbetafeln wurden beschädigt. Bis nach Mitternacht waren insgesamt 269 Beamte im Einsatz.Bereits am Mittwochabend war es in Hamburg wegen der Räumung des Hauses in der Berliner Liebigstraße 14 zu Ausschreitungen gekommen.
Nach einem zunächst friedlichen Protestzug von 470 Demonstranten durch die Schanze waren nach Polizeiangaben kleine Gruppen durch das Viertel gelaufen und hatten randaliert. Dabei waren Flaschen, Steine und Knallkörper auch in Richtung der Polizisten geflogen.

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