zur Navigation springen

Nach dem Trainerwechsel zu Slomka : Elf Gründe, den HSV zu lieben

vom

Niederlage gegen den Tabellenletzten Braunschweig, mal wieder ein teurer Trainerwechsel. Trotz alledem: Es lohnt sich, diesen Verein zu lieben. Aber warum nur? Wir sagen es.

1. Nur Niederlagen transportieren wahre Emotionen

Der Sieg als Selbstverständlichkeit, die Meisterschaft auch. Spannung kommt nur auf bei der Frage, wie hoch das Endspiel der Champions League gewonnen wird. All das ist HSVlern fremd. Sie leiden. Auch körperlich. Wie hier Marcel Jansen (Foto: Peter Steffen) bei der 2:4-Niederlage gegen Braunschweig. Aus Leiden wird Leidenschaft. Und daraus erwächst Liebe. Nicht aus Sieges-Routine.

3. Die Trainer lieben den HSV

Am 26. April 2010 verließ Bruno Labbadia den HSV. Seitdem gelang es dem Verein, neun  Übungsleiter einschließlich der Interimstrainer für einen Job im Volkspark zu begeistern. Wahre Leidenschaft. Mirko Slomka (Foto: Peter Steffen) hat auch Lust.

 

2. Auch Söldnertruppen können erfolgreich sein

Mitglieder der Fremdenlegion
Mitglieder der Fremdenlegion

"Söldnertruppe". Welch ein Wort, das da seit Jahren mit negativer Konnotation in Richtung HSV verwendet wird. Dabei kann man auf Söldnertruppen stolz sein, ja, sie sogar lieben, wie die Franzosen ihre Fremdenlegion (Foto: imago/PanoramiC), gerade weil sich Menschen von weit her für die ihnen fremde Sache verpflichten. Und die Légion Étrangère hat auch nicht jedes Gefecht gewonnen.

 

4. Die Spieler lieben den HSV

Für den HSV zu spielen, das ist etwas ganz Besonderes. Dass die Spieler schon einmal, wie Rafael van der Vaart 2007 (Foto: imago/Miguelez Sport Foto), mit Trikots von anderen Vereinen wie dem FC Valencia posieren, zeigt lediglich, mit welcher Souveränität die Leidenschaft für den Hamburger Bundesligisten in Spielerkreisen gelebt wird.

5. Die Ehemaligen sind dem HSV emotional verbunden

Uwe Seeler (Foto: Angelika Warmuth), Felix Magath, Horst Hrubesch, Manfred Kaltz, Uli Stein: Die Liste derjenigen früheren HSVler, die sich ihrem Verein emotional verbunden fühlen, ließe sich nicht endlos fortsetzen. Aus lauter Liebe zum Verein lehnte Seeler vor einem Jahr ab, Ehrenpräsident zu werden. Das Wort "armselig" fiel in diesem Zusammenhang in Richtung Vereinsführung. Das ist viel mehr als gar kein Gefühl.

6. Die Fans lieben den HSV

Wahre Liebe hat auch immer etwas Körperliches. Etwa am vergangenen Samstag, als Fans (Foto: Axel Heimken) nach der Pleite gegen Hertha erst ihre Spieler drangsalierten und anschließend Beulen in ihre Autos traten.

7. Der HSV hat die coolsten Werbeplakate

Sehr schick. Damit sind die Hamburger ligaweit optisch gesehen mindestens auf Champions-League-Platz. Etwa dieses hier. Der Spruch wird Dennis Diekmeier zugeschrieben. Sehr smart. Fragt sich nur, was er mit den "Toren von gestern" meint? Vielleicht die zwei gegen Braunschweig.

8. Beim HSV hat jedes Mitglied eine Stimme

Der Hamburger Sportverein ist noch ein richtiger Verein. Hier hat jedes Mitglied seine Stimme (Foto: Axel Heimken). Nicht wie bei diesen kalten Kapitalgesellschaften wie dem BVB oder FC Bayern. Das soll jetzt zwar geändert werden. Aber nur, falls die große Mehrheit der Mitglieder dafür stimmt.

9. So eine Raute ist doch fast ein Herz

Das dachten sich ein paar Fans. Und gründeten die Website "rautenherz.com". Da schlägt das Herz des HSVlers höher. Derzeit liegt die Website allerdings brach.

10. Dinos sind so freundliche Wesen

"Der Dino der Liga". So nennt man den HSV. Das klingt viel freundlicher als das jetzt in Hamburg herausgekramte "unabsteigbar", womit etwa der VfL Bochum einst als Vereinshymne - abstieg. Dino der Liga meint das gleiche. Aber Dinos, diese freundlichen Geschöpfe, werden gemocht von alt und jung. Wer wird denn da klugscheißerisch von "längst ausgestorben" reden?

11. Ganz Hamburg steht hinter dem HSV

St. Pauli hat treue Fans. /Archiv
St. Pauli hat treue Fans. /Archiv

Okay. Ein Scherz. (Foto: Oliver Mehlis)

zur Startseite

von
erstellt am 17.Feb.2014 | 09:25 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen