Hamburg : Einzelhandel mit gemischter Bilanz

Während der Möbelfachhandel nach Angaben des Verbandsmanagers vor allem im Februar erfreulich verkauft habe, verlief das Geschäft mit Unterhaltungselektronik teils verhalten. Foto: dpa
Während der Möbelfachhandel nach Angaben des Verbandsmanagers vor allem im Februar erfreulich verkauft habe, verlief das Geschäft mit Unterhaltungselektronik teils verhalten. Foto: dpa

So richtig klingelten die Kassen nur im Winterschlussverkauf. Doch die reduzierte Ware brachte den Geschäften kaum Gewinn, klagt der Hamburger Einzelhandelsverband.

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07. April 2012, 12:25 Uhr

Hamburg | Der Hamburger Einzelhandel hat eine gemischte Bilanz des ersten Quartals gezogen. Der Start im Januar 2012 sei eher mau gewesen, berichtete der Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes, Wolfgang Linnekogel. Anfallende Einmalkosten wie Versicherungsbeiträge hätten das Portemonnaie der Verbraucher geschmälert. "Der Februar ließ sich ordentlich an", führte Linnekogel aus. Nach dem Winterschlussverkauf habe es noch warme Bekleidung gegeben, die verkauft werden konnte. Doch bei nochmals reduzierter Ware könne von Gewinn im Einzelhandel nicht die Rede sein. Das sei knapp kostendeckend.
Während der Möbelfachhandel nach Angaben des Verbandsmanagers vor allem im Februar erfreulich verkauft habe, verlief das Geschäft mit Unterhaltungselektronik teils verhalten. "Fahrradfahrer haben dem Fachhandel einen Vorfrühlingsimpuls verschafft; viele brachten ihre Räder zur Reparatur." Elektrofahrräder entwickelten sich zum Verkaufsschlager, sagte Linnekogel.
Umsatzzahlen für die ersten drei Monate des Hamburger Einzelhandels liegen noch nicht vor. Das Statistische Bundesamt hatte jüngst von bundesweit rückläufigen Umsätzen berichtet. Im Vergleich zum Januar 2012 ging der Branchenumsatz im Februar kalender- und saisonbereinigt nominal um 0,2 Prozent und bereinigt um Preiserhöhungen (real) um 1,1 Prozent zurück. "Die Staatsschuldenkrise in Europa verunsichert die Verbraucher", sagte Linnekogel. Bei der Kalkulation des eigenen Haushaltsbudgets müssten auch höhere Energiepreise und steigende Mieten berücksichtigt werden.

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